Stadt Bregenz

Zwei Projekte mit Mehrwert, eines zum Kasse machen

Politik & Wirtschaft
20.06.2024 16:55

Die Stadt Bregenz hat in Zusammenarbeit mit der PRISMA-Unternehmensgruppe drei große Projekte auf den Weg gebracht, die in der nahen Zukunft umgesetzt werden sollen. Unter anderem wird ein Innovationsquartier entstehen, weiters soll das Weiherviertel erheblich aufgewertet werden. 

Es tut sich was in Bregenz. Nachdem in Sachen Bahnhofsneubau endlich Klarheit herrscht, hat die Stadt am Donnerstag drei weitere Großprojekte vorgestellt, welche gemeinsam mit der PRISMA-Unternehmensgruppe entwickelt worden sind. Bereits vor dem ersten Spatenstich ist Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) geradezu euphorisch: „Die Kooperation mit der PRISMA-Gruppe und weiteren Partnern hat es uns ermöglicht, diese visionären Projekte auf Schiene zu bringen. Wir schaffen damit nicht nur modernen Wohn- und Lebensraum, sondern stärken auch die Infrastruktur von Bregenz und fördern die Lebensqualität für alle. Besonders stolz bin ich auf die aktive Einbindung und Beteiligung der Bevölkerung, die durch ihre Ideen und ihr Engagement maßgeblich zur erfolgreichen Gestaltung beigetragen hat.“

Die einzelnen Vorhaben im Überblick:

Innovationsquartier: 2020 hat PRISMA die Liegenschaft der früheren BP-Tankstelle an der Arlbergstraße erworben, 2022 folgte der Kauf des angrenzenden Siemens-Areals. Auf der Gesamtfläche von 5500 Quadratmetern sollen nun nach Plänen des Architekturbüros Baumschlager, Hutter & Partner drei Gebäude mit einer Höhe von vier, sieben und zehn Geschossen entstehen. Von den insgesamt rund 9300 Quadratmetern Nutzfläche werden 4500 Quadratmeter für Büro- und Gewerbeflächen, insbesondere für innovative Technologieunternehmen, reserviert. Kernnutzer am Standort bleibt Siemens Vorarlberg. Auf weiteren 3800 Quadratmetern sollen 55 Wohnungen geschaffen werden, die in ihrer Ausgestaltung auf das Quartier abgestimmt sind. Für ein entsprechendes gastronomisches Angebot sowie die nötige Gebäudeinfrastruktur sind weitere 1000 Quadratmeter vorgesehen. Im kommenden Jahr soll der Planungsprozess abgeschlossen werden, danach wird das Projekt in zwei Etappen umgesetzt. Die Fertigstellung ist für 2030 avisiert, das Gesamtinvestment beläuft sich auf immerhin rund 65 Millionen Euro netto.

(Bild: Prisma)

Weiherviertel: Wie werden die Menschen in Zukunft im Weiherviertel leben, wohnen und arbeiten? Diese Frage wurde 2021 durch einen kooperativen Planungsprozess beantwortet, an dem neben der Stadt, PRISMA und der Vorarlberger Landesversicherung (VLV) auch weitere Grundeigentümer sowie die Bevölkerung beteiligt waren. Geplant ist, das Weiherviertel als multifunktionalen Wohn-, Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum durch hochwertige Büroadressen, gastronomische Angebote und eine entsprechende Infrastruktur mit großen Freiräumen zu stärken. Neu gestaltet werden die rund 5000 Quadratmeter großen Grundstücke im Bereich des Hotels Helvetia an der Montfortstraße und entlang der Schlossergasse. Für diese Flächen sind mehrere Objekte mit einer Höhe von fünf bis maximal acht Stockwerken geplant. Ein Ziel ist es, das Zusammenleben und die Interaktion aller Nutzer enger zu verzahnen, zudem wird das Viertel mit den angrenzenden Bereichen verflochten, unter anderem soll die Weiherstraße zu einer attraktiven Promenade aufgewertet werden und direkt zum Bregenzer Landhaus führen. Ein detaillierter Bebauungsplan wird derzeit ausgearbeitet.

(Bild: Prisma)

„Fritz am See“: PRISMA hat für die Adresse Fritzstraße 4 in Bregenz drei Objekte mit insgesamt 21 Wohnungen konzipiert. Die Gesamtwohnnutzfläche beträgt rund 1400 Quadratmeter. Zu den Einheiten gehören auch 21 Tiefgaragenplätze und ein gemeinsamer, zentraler Hof als begrünter Freiraum. Dem Konzept ging ein von der Stadt Bregenz initiierter städtebaulicher Wettbewerb voraus.

(Bild: Prisma)

Unter die Kategorie „Leistbarer Wohnraum“ fallen die komfortablen Appartements in absoluter Bestlage definitiv nicht. Von PRISMA wird offensiv die Nutzung als Ferienwohnung beworben, es ist also zu befürchten, dass am Ende nur drei weitere „Geisterblöcke“ entstehen, wie es sie am Bodenseeufer bereits in großer Zahl gibt. Ein öffentlicher Mehrwert ist aus diesem Projekt jedenfalls nicht abzuleiten. Die Fertigstellung des Ensembles ist für 2026 geplant.

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