Bürger fordern Lösung

Alko-Szene in Floridsdorf: „Sitzflächen wegnehmen“

Wien
21.06.2024 11:00

Seit Jahren gibt es Probleme mit Ansammlungen von Betrunkenen vor dem Bahnhof in Wien-Floridsdorf. Bürger fordern endlich Lösungen und haben für den Jonas-Platz einen konkreten Vorschlag.

Der Floridsdorfer Bahnhof – Eingangstor für Zehntausende Wiener in den Bezirk. Aber die Probleme mit der Alkohol-Szene auf dem Vorplatz bleiben.

Innen werden die Betrunkenen von Wachleuten aus der Station verscheucht. Doch direkt davor lassen sie sich nieder. Gruppenweise. Lautes Gegröle, Streitereien, Pöbeleien. „Ich erkenne mein altes Floridsdorf nicht mehr. Der Bahnhofsvorplatz ist unappetitlich, und die Politik sieht seit Jahren zu“, meint „Krone“-Leser Alfred Haberl.

Was soll die Politik tun? Sein Vorschlag: die Steinbänke, die als Einfriedung von Pflanzenbeeten dienen, entfernen. „Das macht den Verweilort für die Szene unattraktiv“, so der Floridsdorfer.

(Bild: Krone KREATIV/Alfred Haberl)

Bezirkschef Georg Papai (SPÖ) will den Vorschlag in die nächste Arbeitsgruppe mitnehmen. Sein Sprecher schränkt aber ein: „Sitzgelegenheiten zu reduzieren bedeutet nicht automatisch, die Herausforderungen zu lösen. Eventuell verlagert sich dadurch die Situation zu Haltestellen und Schulen. Das wollen wir auf keinen Fall.“

Was weiterhin aufrecht ist: Der Bezirk will ein Alkoholverbot für den Jonas-Platz und hat das auch im Bezirksparlament beschlossen. Allerdings: Umsetzen kann das nur das Rathaus. Von dort fehlt seit Jahren die Zustimmung.

Der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) fordert eine Alkoholverbotszone vor dem Floridsdorfer Bahnhof. (Bild: Peter Tomschi)
Der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) fordert eine Alkoholverbotszone vor dem Floridsdorfer Bahnhof.

Erste Akzente sind bereits gesetzt
Einst war die Gegend ein attraktiver Ort zum Einkaufen. Mit kleinen, aber feinen Spezialgeschäften. „Grundsätzlich wäre dieser Standort sehr attraktiv, aber vorher muss eine Lösung her, um nicht permanent mit der Alko-Szene konfrontiert zu werden“, erklärt Dietmar Schwingenschrot, Vize-Spartenobmann in der Wirtschaftskammer und Floridsdorfer.

Ein paar Dinge hat der Bezirk schon erledigt. Die Polizei ist sichtbar vor Ort, die Fußgängerübergänge wurden verbessert und ein Sozialarbeiterteam kümmert sich um Betroffene. Auch ein Sauberkeitskonzept wurde umgesetzt, heißt es aus der Bezirksvorstehung. Ein Anfang, aber offenbar noch nicht genug. 

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