Schockierende Details

Axtmord: Opfer rief per Videotelefonat um Hilfe

Wien
12.06.2024 11:11

Fassungslosigkeit herrscht in der Schwaigergasse in Wien-Floridsdorf. Nachdem am Dienstagabend eine 22-jährige Frau mit einer Axt getötet wurde, kommen am Mittwoch nun neue schockierende Details ans Licht. Laut Polizei soll das Opfer noch während der Täter bereits in ihrer Wohnung war, per Videoanruf um Hilfe gebeten haben ... 

Es ist 5 Uhr in der Früh, die ersten Bewohner verlassen in der Schwaigergasse ihre Häuser, um in die Arbeit zu gehen. „Die Polizei ist noch immer hier“, berichtet einer der Anrainer beim „Krone“-Lokalaugenschein. Seit mehreren Stunden untersuchen Ermittler den Tatort. In der Zwischenzeit kommen immer mehr brisante Details zu dem Vorfall ans Licht. 

Die Ermittler waren die ganze Nacht am Tatort beschäftigt. (Bild: Zwefo/Krone KREATIV)
Die Ermittler waren die ganze Nacht am Tatort beschäftigt.
(Bild: Zwefo/Krone KREATIV)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)

Wie die Polizei Wien berichtet, war der Polizeinotruf von einem Arbeitskollegen des späteren Opfers verständigt worden. Die Frau hatte ihn und einen zweiten Arbeitskollegen mittels Textnachrichten um Hilfe gebeten. „Die Frau habe sich vor ihrem Mitbewohner, einem 26-jährigen rumänischen Staatsangehörigen, gefürchtet, da dieser zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme gerade versucht haben soll, in das Zimmer der Frau zu gelangen“, schildert Polizeisprecher Markus Dittrich.

Kollegen fuhren zur Adresse des Opfers
Im Zuge eines Videoanrufs soll anschließend das Eindringen in das Zimmer und der Beginn einer körperlichen Attacke durch den 26-Jährigen wahrnehmbar gewesen sein. Daraufhin verständigte einer der Arbeitskollegen den Polizeinotruf, während die beiden zur Adresse der Frau fuhren.

Die Tatwaffe (Bild: LPD Wien)
Die Tatwaffe

Dort angekommen fanden die beiden Zeugen den 26-jährigen randalierenden Mann mit nacktem Oberkörper auf der Straße vor – er hielt eine Axt in Händen hielt und schlug damit um sich. Unter anderem schlug er auf ein Fenster einer im Erdgeschoss gelegenen Wohnung ein.

Angreifer durch Schüsse gestoppt
Als die alarmierten Einsatzkräfte vor dem Gebäude eintrafen, setzte der mutmaßliche Täter (26) aus Rumänien mit seiner Axt offenbar auch zu einem Amoklauf an. Er schlug mit der Waffe in Richtung der Beamten. Ein wuchtiger Hieb traf das Polizeiauto, das stark beschädigt wurde.

Ein wuchtiger Hieb traf auch das Polizeiauto. (Bild: LPD Wien)
Ein wuchtiger Hieb traf auch das Polizeiauto.

Da sich für die Beamten die Situation vor Ort als lebensbedrohend darstellte, gab ein Polizist Schüsse auf den Angreifer ab. Als die Bedrohungssituation gebannt war, wurden umgehend Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Doch für den Angreifer kam jede Hilfe zu spät.

Mit der blutigen Axt schlug der Täter auf dieses Fenster ein. (Bild: Kronen Zeitung)
Mit der blutigen Axt schlug der Täter auf dieses Fenster ein.
(Bild: Kronen Zeitung)

Täter war angeblich psychisch krank
Schnell wurde das gesamte Gebiet abgesichert. Laut Polizei ist der Rumäne bereits aktenkundig gewesen. Außerdem soll er laut Medienberichten psychisch krank gewesen sein. Die Polizei konnte diese Informationen der „Krone“ bislang noch nicht bestätigen.

Opfer wies massive Kopfverletzungen auf
Anschließend wurde die 22-jährige Frau von den Beamten in der Wohnung aufgefunden. Sie lag leblos am Boden. Das Opfer wies massive Kopfverletzungen auf. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte der 26-Jährige seine 22-jährige Mitbewohnerin mit der Axt getötet haben. Die Tat ereignete sich mutmaßliche kurze Zeit vor dem Angriff auf die Polizisten. Die Axt wurde sichergestellt“, so Dittrich. Ein Motiv ist bislang noch unklar. 

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