Szenen wie in einem apokalyptischen Weltuntergangsfilm haben sich am Freitagabend im Kleinwalsertal abgespielt: Binnen weniger Minuten war ein verheerendes Gewitter aufgezogen, die Schäden sind beträchtlich.
Sturm, Starkregen und Hagel – und das alles gleichzeitig. Das Unwetter, das am Freitagabend im Kleinwalsertal gewütet hat, war im Wortsinn ein Naturereignis. Allerdings eines mit verheerender Wirkung: Etliche Bäume fielen auf die Straßen, Dächer wurden abgedeckt, Keller überschwemmt, zudem sind gleich mehrere parkende Fahrzeuge durch herumwirbelnde Äste demoliert worden. Auch der Verkehr kam teilweise völlig zum Erliegen: Die Kleinwalsertalerstraße (L201) war zwischenzeitlich aufgrund eines umgestürzten Baumes blockiert, zudem hatte eine Mure die mit Abstand wichtigste Verkehrsverbindung der Talschaft verlegt.
Am stärksten betroffen war die Ortschaft Hirschegg, wo der Mühlebach über die Ufer getreten ist – nur dank gemeinsamer Anstrengungen von Feuerwehrkräften (auch die Kameraden aus dem bayrischen Oberstdorf halfen mit) und Anrainern konnte verhindert werden, dass das Wasser in die umliegenden Häuser eindrang. Binnen knapp 20 Minuten zählte die Rettungs- und Feuerwehrleitzentrale 18 Alarmierungen.
So schnell das Unwetter kam, so schnell verzog es sich auch wieder. Erfreulicherweise kamen keine Menschen zu Schaden – allerdings musste eine Gruppe Wanderer, die vom Unwetter überrascht worden war, von der Bergrettung geborgen werden.
Unwetter auch in anderen Landesteilen
Geblitzt und gedonnert hat es auch in anderen Landesteilen Vorarlbergs, wenngleich nicht in diesem infernalischen Ausmaß: In der Walgaugemeinde Nenzing war ein Baum auf ein Auto gekracht, zudem hat eine Sturmböe einen Laternenmast umgeweht. Und in Schoppernau müsste die Feuerwehr ausrücken, weil ein umgestürzter Baum die Bregenzerwaldstraße (L200) unpassierbar gemacht hatte.
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