Der Schock sitzt auch Tage später noch tief: Nach dem Tierdrama in einer kleinen Gemeinde im Attergau (OÖ), wo der Amtstierarzt die Ställe eines Bauern räumen und 94 Kühe und Kälber nottöten ließ, stellt sich jetzt die Frage, warum man so lange zugesehen hat. Dieses jetzt aufgedeckte Drama ist aber Weitem kein Einzelfall ...
Der Bauer aus dem Attergau hat, wie berichtet, viel mitmachen müssen – und jetzt kommt noch mehr auf ihn zu: Bekanntlich soll der Landwirt Mitte 50 in seinen Stallungen 104 Kühe und Kälber hungern und dursten haben lassen.
Als ihn Nachbarn anzeigten, war es schon zu spät: Der Vöcklabrucker Amtstierarzt ließ die Ställe räumen und 94 Tiere nottöten. Der Unterschied zur Notschlachtung: „Bei der Schlachtung kann das Fleisch noch verwertet werden, bei der Nottötung nicht“, erklärt Bezirkshauptmann Johannes Beer.
Landwirt droht jetzt eine Gefängnisstrafe
Der Bauer, der mit seiner fast 90-jährigen Mutter den Hof bewohnt und betreibt, muss jetzt auch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Polizei und BH zeigten ihn wegen Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft an, auf dieses Delikt steht eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren. So bitter es auch klingt: Dem Landwirt droht letztlich der Gang ins Gefängnis.
Im Vorjahr mussten die Behörden in Oberösterreich insgesamt elfmal einschreiten, weil Tiere unterversorgt waren. In neun Fällen wurde letztlich ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.