Nach monatelangem Hin und Her ist es nun offiziell: Alexander Stöckl ist nicht mehr Cheftrainer der norwegischen Skispringer. „Für mich ist die Sache abgeschlossen. Ich kann mit erhobenem Haupt hinausgehen“, sagte der gebürtige Tiroler nach der vorzeitigen Vertragsauflösung.
Nach 13 Jahren haben sich Alexander Stöckl und Norwegens Skiverband auf eine Trennung geeinigt. Es ist der Schlussstrich unter einer zuletzt öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht zwischen Athleten, Verband und Trainer.
Für den 50-Jährigen hätte es diesen Konflikt nicht geben müssen: „Wenn wir es geschafft hätten, uns zusammen zusetzen, wären wir zu einer konstruktiven Lösung gekommen.“
Ich weiß, was wir gemeinsam mit dem Trainerteam und den Service-Leuten geschafft haben, das nehme ich mit.
Alex Stöckl über Arbeit in Norwegen
Stöckl blickt mit Stolz auf die 13-jährige Arbeit mit den norwegischen Skispringern zurück: „Ich weiß, was wir gemeinsam mit dem Trainerteam und den Serviceleuten geschafft haben, das nehme ich mit.“
Olympia-Gold 2018 war ein Höhepunkt
Der Hobby-Musiker konnte in dieser Zeit mit seinen Sportlern alle Trophäen, die es im Skispringen gibt, gewinnen: „Es gab so viele schöne Momente, Olympia-Gold 2018 in Pyeongchang im Mannschaftsbewerb war aber echt fantastisch.“
International ein gefragter Mann
Der Langzeit-Coach wäre international ein gefragter Mann, Stöckl möchte sich beruflich aber neu orientieren: „Die Cheftrainer-Rolle habe ich lange genug gemacht. Ich habe ein paar Angebote aus dem Sport, aber auch aus dem normalen Arbeitsleben bekommen. Jetzt muss ich mir überlegen, was ich mache.“
Eine Rückkehr mit der Familie nach Tirol ist kein Thema: „Es gibt für uns keinen Grund, aus Oslo wegzugehen. Wir sind hier gut etabliert. Unsere Tochter geht in die zweite Klasse, sie ist eine Norwegerin.“
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