Seit Jahrzehnten kämpfen Bewohner an der Packer Straße gegen den Verkehrslärm. Sie hoffen auf Hilfe von der Landespolitik. Die Asfinag will sich nun der Sache annehmen.
Schon seit zwei Jahrzehnten kämpfen die Bewohner von Enzelsdorf bei Griffen gegen den Verkehrslärm. Bisher waren ihre Bemühungen – wie berichtet – aber vergebens. Und das, obwohl die Anrainer gleich doppelt belastet werden: Auf der Südautobahn rollen täglich 24.000 Fahrzeuge, darunter bis zu 4000 Lastwagen. Dazu kommt noch der Verkehr an der Packer Straße: Hunderte Laster und Pkw, deren Lenker das Tempo-70-Limit meist ignorieren.
„Der Lärm ist nicht mehr zu ertragen! Wir brauchen einen Lärmschutz, der uns wieder Lebensqualität bringt“, sagt Anrainer August Verhounig. Denn das schlage aufs Gemüt: Nachts kein Fenster öffnen, keinen lauen Sommerabend im Garten genießen!
Wir sind dabei, eine Lösung für die Anrainer zu finden. Ein Radarkasten in der 70-km/h-Zone wäre erstrebenswert.
Josef Müller, Bürgermeister, Griffen
Strecke der Mautflüchtlinge
„Wir bemühen uns seit Jahren um weniger Lärm“, meint Florian Husel. Doch stattdessen habe mittlerweile auch der Verkehr auf der Haimburger Straße zugenommen: „Das ist die Strecke der Mautflüchtlinge geworden.“ Ein entlang der Autobahn aufgeschütteter Erdwall reicht längst nicht mehr aus, um die Anrainer vor dem Lärm zu schützen. „Eine gekrümmte Lärmschutzwand könnte vielleicht helfen“, glauben die Enzelsdorfer.
Asfinag-Sprecher Walter Mocnik: „Wir werden uns diesen Bereich der Südautobahn ansehen und unseren Lärmschutzbeauftragten seine Arbeit machen lassen.“ Die Bewohner arbeiten indessen an einer Petition ans Land.
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