Dibon vor Meistertitel

Premiere nach 11 Rapid-Jahren! „Macht brutal Spaß“

Sport
17.05.2024 09:00

„Lebenszeit-Rapidler“ Christopher Dibon greift am Freitag Abend nach seinem ersten Titel mit den Grünen – und zwar als Ostliga-Meister mit dem Zweierteam! Dafür ist für den 33-jährigen Kapitän und die Talente-Auswahl ein Sieg in Neusiedl nötig.

„Wenn man in der Tabelle so lange vorne liegt bzw. mit dabei ist, dann will man auch am Schluss ganz vorne stehen.“

Klar. Seit Sommer 2013 ist Christopher Dibon bei Rapid, bestritt 177 Profi-Spiele (durch Verletzungen mehr als doppelt so viele verpasst) – und Freitag könnte der Abwehrrecke endlich den ersten Titel mit seinem Herzensklub feiern. Denn mit einem Sieg in Neusiedl wäre Rapid II vorzeitig Ostliga-Meister. „Das wäre eine coole Sache! Ich versuche, die Jungs so gut wie möglich zu unterstützen“, ist der 33-jährige Kapitän längst der verlängerte Arm von Chefcoach Jürgen Kerber. „Ich fühle mich in dieser Rolle sehr wohl, die Aufgabe macht mir brutal Spaß. Das Team hat viel Qualität.“

Mehrmals kämpfte „Dibi“ mit Verletzungspech, jetzt gibt‘s Grund zur Freude. (Bild: Mario Urbantschitsch)
Mehrmals kämpfte „Dibi“ mit Verletzungspech, jetzt gibt‘s Grund zur Freude.

Auch „Dibi“ weiß, dass die 2. Liga (der sofortige Wiederaufstieg als im schlechtesten Fall Zweiter wurde letzte Woche fixiert) für die Weiterentwicklung der Talente besser ist. „Obwohl auch in der Ostliga ein gutes Niveau herrscht und die Mannschaften sehr körperlich agieren – der Aufstieg ist brutal wichtig für uns. Denn die Jungs, die diese Saison teilweise erstmals im Erwachsenen-Fußball sind, werden in der zweiten Liga noch mehr gefordert.“

Mit ihm weiter an Bord? Wie’s nach dem Vertragsende im Sommer weitergeht, ist noch offen. Jedenfalls hat er bereits einen Werdegang abseits des Fußballs eingeschlagen. „Ich hatte die Möglichkeit, durch verschiedene Abteilungen im Haus zu gehen. Seit Winter bin ich im Scouting dabei, wo ich viele Spiele anschaue und Ligen kennenlerne – das macht mir richtig Spaß. Dazu werden noch Ausbildungen folgen. Ich will mich weiterbilden und gerüstet sein.“

Dibon kocht auch gerne – und gesund. (Bild: Privat)
Dibon kocht auch gerne – und gesund.

Dibon, der mit seiner Frau und kleinen Tochter in Schwechat lebt, sehr auf die Ernährung achtet, verfolgt auch den grün-weißen Frauen-Fußball genau. Da Rapid II und die Girls oft in Hütteldorf trainieren, „gibt’s immer wieder einen Austausch. Ich bin sehr gespannt, wie die Entwicklung weitergeht, und werde ein Auge draufhaben.“ Auch am 16. Juni. Da folgt im Allianz Stadion der erste internationale Test gegen die Nürnberg-Frauen, ersehnt man einen neuen heimischen Rekordbesuch (über 10.051 Fans) und will so Geschichte schreiben.

Gilt gewissermaßen auch für „Dibi“ – bei seinem anstehenden Premierentitel für Rapid.

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