Die Temperaturen und damit auch die Lust nach dem Sprung ins kühle Nass steigen. Doch für die Gemeinden wird es immer schwieriger, ausreichend Bademeister zu finden. Denn viele wissen gar nicht, dass ein Bademeister nicht nur die Verantwortung über die Gäste trägt, sondern vieles mehr zum Erledigen hat.
„Es will einfach niemand samstags und sonntags arbeiten, vor allem, wenn es schön ist“, meint Bademeister Thomas Aigner vom Solarbad Altmünster. „Als Bademeister fängt man um sieben an, alles herzurichten. Man ist nicht nur für die Sicherheit der Badegäste verantwortlich, sondern auch für Instandhaltung, Reparaturen und oft auch Reinigungsarbeiten. Wir können heuer zwar öffnen, sind aber trotzdem immer einer zu wenig“, bringt er das Problem auf den Punkt.
Sommerpraktikanten helfen
Auch Hermann Kapl vom Freibad St. Florian bei Linz stimmt zu: „Die Leute sehen oft nur, was wir während der Badezeit machen und denken, das ist ein gemütlicher Job. In Wirklichkeit steckt aber sehr viel harte Arbeit dahinter. Wir sind heuer zum Glück mit Sommerpraktikanten gut aufgestellt.“
Dramatischer ist die Situation in Obernberg am Inn: Das örtliche Freibad ist derzeit wegen Bademeistermangels geschlossen. „Der Badewart hat sich leider schwer verletzt und ist im Dauerkrankenstand“, so Bürgermeister Martin Bruckbauer. „Wir suchen aber intensiv nach Ersatz.“
Becken musste neu befüllt werden
Mit einem ganz anderen Problem hatte man im Bad Ischler Parkbad zu kämpfen. Jemand hatte eine Substanz in das 1200 Kubikmeter große Becken geleert, die den Boden angriff. Der Pool musste komplett geleert, gesäubert, neu befüllt und beheizt werden. „Wir haben seit Montag wieder Normalbetrieb“, so Betriebsleiter Alexander Eder.
An der Personalfront gibt es hingegen Entwarnung: „Unsere Bademeister sind Stammpersonal, da gibt es keine Engpässe.“ Und auch in Steyr konnte man passenden Ersatz für einen gekündigten Bademeister finden, der vergangene Saison einen Burschen vom Sprungturm getreten hatte.
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