Im Linzer Süden

Ärzte ordinieren ab 2025 in „Container“-Zentrum

Oberösterreich
22.04.2024 12:45

Jahrelang hat die „Krone“ immer wieder auf den vorherrschenden Ärztemangel im Linzer Süden aufmerksam gemacht. Nun ist endlich die Errichtung eines Primärversorgungszentrums im Linzer Süden rückt in greifbare Nähe. Ab Frühjahr 2025 soll das Primärversorgungszentrum seine Pforten öffnen, vorerst in Containern, aber bereits inklusive Radiologie und Apotheke.

Gemeinsam mit der WSF-Privatstiftung, Alleineigentümerin des Kasernenareals in Ebelsberg, legt die Stadt Linz nun den Grundstein für den Aufbau des Primärversorgungszentrums. Auch die Ärztekammer gab bereits im März grünes Licht für das Großprojekt.

Ennser leisten Aufbauarbeit
Bevor die neue Primärversorgungseinheit (PVE) auf dem ehemaligen Kasernenareal erbaut wird, soll ab Frühjahr 2025 ein temporäres Container-Zentrum errichtet werden, um die medizinische Grundversorgung für die Linzer Bevölkerung im Süden zu sichern. Bis zu 10.000 Patienten aus den südlichen Stadtteilen können damit künftig medizinisch versorgt werden. Drei erfahrene Ärzte der PVE Enns wurden bereits von der Ärztekammer beauftragt, Gründungs- und Aufbauarbeit in Ebelsberg zu leisten.

Am gewünschten Standort herrscht „noch“ Bausperre
„Mit diesem gemeinsamen Schulterschluss legen die Stadt Linz und die WSF-Stiftung den Grundstein dafür, eine weitere Lücke in der medizinischen Grundversorgung zu schließen. Der Ausbau der Infrastruktur ist auch dringend notwendig, vielmehr müssen wir uns künftig darauf vorbereiten, dass angesichts der Planungen für die Stadtteile südlich der Traun möglicherweise noch eine Ausweitung notwendig werden wird. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden aktuell von der Baubehörde mit dem Land Oberösterreich abgeklärt, besteht doch eine generelle Bausperre wegen der Trassenfreihaltung für eine Ostumfahrung. Wir gehen jedoch von einer zumindest temporären Aufhebung dieser Sperre aus“, stellen Bürgermeister Klaus Luger und Planungsstadtrat Dietmar Prammer (beide SPÖ) fest.

„Bedeutender Schritt“
„Die Errichtung des Primärversorgungszentrums ist ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Linzer Süden. Durch diese Maßnahme werden viele Menschen entlastet und erhalten Zugang zu einer bedarfsgerechten medizinischen Betreuung. Wir als WSF Privatstiftung sind stolz darauf, durch unser Projekt einen Beitrag zur Schließung dieser bestehenden Lücke zu leisten. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Linz und anderen Partnern zeigt, wie erfolgreich öffentlich-private Partnerschaften sein können, wenn es darum geht, die Bedürfnisse der Gemeinschaft zu erfüllen“, so Mag. Christian Mitterhauser, Vorstand der WSF-Privatstiftung.

„Vielen Linzern werden ihre Sorgen genommen“
„Diese Entscheidung ist ein Meilenstein für die Gründung eines Primärversorgungszentrums im Süden. Vielen Linzerinnen und Linzern werden dadurch ihre Sorgen genommen. Es war und ist mir immer ein großes Anliegen, eine bedarfsgerechte und bürgernahe Gesundheitsversorgung in unserer Stadt sicherzustellen. Deshalb habe ich, wie bekannt, mit der Eigentümerin des Kasernenareals, der WSF-Privatstiftung, bereits über die Errichtung eines großen Gesundheitszentrums beraten und mich bemüht, diese von der Notwendigkeit eines Primärversorgungszentrum auf dem ehemaligen Kasernenareal zu überzeugen. Auch die Ärztekammer steht diesem Projekt positiv gegenüber. Es freut mich, dass dieses Vorhaben jetzt gemeinsam auf Schiene gebracht wird“, informiert der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

VP-Unterschriftenaktion als Anstoß
„20.000 Menschen in Pichling und Ebelsberg haben lange genug in einem, aus medizinischer Sicht, grob unterversorgtem Stadtteil gelebt. Die gesundheitliche Versorgung stand für diese Menschen de facto auf der Kippe. Geschuldet ist die Realisierung des Primärversorgungszentrums mit 2025 auf dem ehemaligen Kasernengelände in Ebelsberg vor allem auch dem konsequenten Einsatz der Linzer Volkspartei. Neben zahlreichen Gesprächen mit wichtigen Entscheidungsträgern in den letzten Wochen sei es vor allem der Petition ,Notruf aus dem Linzer Süden‘ mit rund 1.000 Unterschriften geschuldet, dass in die – über Jahre schleppend verlaufende - Debatte wieder neuer Schwung gekommen ist. Wir haben den Boden entsprechend aufbereitet, jetzt benötigt es noch einen letzten gemeinsamen Kraftakt, das so wichtige Projekt rasch umzusetzen“, erläutert Gemeinderätin Michaela Sommer, Klubobfrau der Linzer Volkspartei.

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