Tiny Forests versprechen bessere Luftqualität und gesteigerte Artenvielfalt. Auf Initiative der Baumfreunde gibt es einen solchen Miniwald jetzt auch im Zentrum von Oberwart.
Alles beginnt einmal ganz klein: Das könnte man auch sagen, wenn man von einem Tiny Forest spricht. Ein solcher Miniwald wurde jetzt auch mitten im Stadtgebiet von Oberwart ausgepflanzt. Die Bäumchen und Sträucher, manche erst einen knappen Meter hoch, sprießen seit wenigen Tagen direkt auf einer rund 250 Quadratmeter großen Fläche bei der Kreuzung Flurgasse mit der Steinamangererstraße aus dem Straßengrün.
Förderung von Artenvielfalt und bessere Luftqualität
Dicht beieinander stehen sie, bis zu drei Stück auf einem Quadratmeter. Sogenannte Tiny Forests gehen auf Forschungen des japanischen Ökologen Akira Miyawaki zurück, der sich bereits in den 1970er Jahren mit der Waldentwicklung und Begrünung von Großstädten beschäftigte. Die Idee dahinter: in urbanen Räumen kleine Habitate anlegen, um die Artenvielfalt zu fördern, die Luftqualität zu verbessern und die Wasserhaltekapazität des Bodens zu erhöhen. In Europa verbreitete sich die Idee ab Mitte der 2010er Jahre zuerst in den Niederlanden und Belgien.
210 Bäume und 480 Sträucher sind noch nicht genug
In Oberwart waren es die Baumfreunde, die mit der Idee, einen Miniatur-Wald in der Stadt anzulegen, an die Stadtgemeinde Oberwart herantraten, die sich auch sofort bereit erklärte, das Projekt zu unterstützen und ein Grundstück zur Verfügung stellte und die 210 Bäume und 480 Sträucher ankaufte. „Seit Jahren müssen wir zuschauen, wie massenhaft alte Bäume im Stadtgebiet gefällt werden. Diese Verluste können wir zwar nicht kompensieren, aber das Konzept des Tiny Forest sieht die Stadt als wertvollsten Bereich für einen Baum an und genau so können wir der Natur etwas mehr Raum zurückgeben“, sagt Andrzej Krasnowiecki. Der erste Tiny Forest in Oberwart soll daher nicht der einzige bleiben, betonen die Baumfreunde.
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