30.000 Stück pro Woche

Zu Gast in Tichys geheimem Eismarillenknödel-Labor

Wien
12.04.2024 16:21

Oft kopiert, aber das Original nie erreicht – das trifft auf Tichys Eismarillenknödel zu und soll auch so bleiben. Dennoch öffnete Juniorchefin Xenia Tichy der „Krone“ die Türe in die Produktionsräume.

Die Eismarillenknödel sind der ganze Stolz der Familie Tichy. Erfunden hat sie 1967 der Gründer des bekannten Eissalons am Reumannplatz, Kurt Tichy Senior, der sein Werk schließlich patentieren ließ.

„Die Eismarillenknödel sind mit Abstand unser Bestseller“, sagt Juniorchefin Xenia Tichy. 30.000 Stück werden im Haus pro Woche (!) hergestellt – und auch verkauft. Wie genau, soll geheim bleiben. „Die Konkurrenz hat natürlich großes Interesse daran“, weiß Tichy.

Juniorchefin Xenia Tichy
Juniorchefin Xenia Tichy(Bild: Zwefo)

Unter strenger Geheimhaltung
Daher werden die Produktionsräume für die „Krone“ auch nur unter der Bedingung geöffnet, die Maschinen nicht zu fotografieren, denn die könne jemand nachbauen. „Der Name Eismarillenknödel ist geschützt, aber andere Firmen nennen ihre Kreation dann eben Marilleneisknödel oder Marillenknödeleis.“ Aber spätestens beim Geschmack unterscheidet sich die Kopie vom Original – ungeachtet des Namens.

Zutaten sind der Schlüssel
„Für unsere Eismarillenknödel verwenden wir nur echte Zutaten, von den Eiern über das Marillenmark bis zum Obers. Und die Kruste besteht ausschließlich aus gerösteten Haselnüssen“, erklärt sie.

Via Laufband geht es zum Gefrierschrank.
Via Laufband geht es zum Gefrierschrank.(Bild: Zwefo)
Hier wird die Eismarillenknödelmasse schockgefroren.
Hier wird die Eismarillenknödelmasse schockgefroren.(Bild: Zwefo)
Anschließend wird verpackt.
Anschließend wird verpackt.(Bild: Zwefo)

Und dann geht es auch schon in die Produktionsräume, die gut abgeschlossen sind. Eine Abkürzung führt durch eine Geheimtür aus dem Salon hinein. Etwa zehn Mitarbeiter sind gerade mit der Eismarillenknödelproduktion beschäftigt, die zweimal wöchentlich stattfindet. Nachdem die Eismasse hergestellt wurde, wird sie in mit dem cremigen Marillenkern in Formen gegossen und schockgefroren und anschließend in den gerösteten Haselnusskernen gerollt und verpackt.

Altes bewährt sich
Neben den Eismarillenknödel gibt es bis zu 36 verschiedene Sorten. „Die Bestseller sind die Klassiker, allen voran Haselnuss“, schildert Tichy. Aber auch andere Knödelvariationen kommen gut an: Vom Topfeneisknödel über die Schneebälle bis zum Fruchteisbusserl.

Und so sieht das fertige Eismarillenknödel aus.
Und so sieht das fertige Eismarillenknödel aus.(Bild: Eissalon Tichy)

Das Erfolgsgeheimnis
Insgesamt 70 Mitarbeiter beschäftigt der Eissalon. „Wir haben eine große Mannschaft im Betrieb, manche haben schon hier gearbeitet, bevor ich auf die Welt kam“, schmunzelt die 28-Jährige. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis des Eissalons? „Ich denke, es ist eine gute Mischung aus Qualität, Bekanntheit und der zentralen Lage.“

Tichys Lieblingseis ist übrigens Erdbeere, aber: „In der Arbeit muss ich viel Eis kosten. Daher schätze ich am Abend etwas Pikantes.“

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