Nach fast 25 Jahren erlebt Bregenz wieder ein Bundesliga-Derby, Austria Lustenau empfängt den SCR Altach. Für die Grün-Weißen bietet sich gegen personalgeschwächte Rheindörfler eine riesige Chance. Als Vorbild könnten Andy Heraf und sein Team den FC Dornbirn sehen.
Eine Kaltfront zog über Westösterreich, als sich SW Bregenz und Austria Lustenau am 9. November 1999 im Casino-Stadion gegenüberstanden. Eisig war damals auch die Stimmung zwischen den beiden Klubs. Obwohl erst die 19. Runde gespielt wurde, war klar, dass in der damaligen Zehnerliga einer der beiden Ländle-Vereine absteigen wird. Vor 6100 Fans lieferten sich beide Teams einen beinharten Kampf, der mit einem 1:1-Remis endete. Die Führung von Stefan Rapp für Bregenz glich Eric Regtop postwendend aus.
Lustenau wahrte dadurch seinen drei Punkte-Vorsprung auf den Ländle-Rivalen, stieg aber letztlich doch ab. Es war das bis dato letzte Bundesliga-Derby, das im Casino-Stadion – nunmehr ImmoAgentur-Stadion – über die Bühne ging. Bereits in der 14. Runde hatte es ein Aufeinandertreffen in Bregenz gegeben – damals sogar vor 10.800 Fans!
Über 24 Jahre später erlebt die Landeshauptstadt wieder solch ein Derby-Feeling. Vor ausverkauftem Haus – offiziell ist die Zuschauerkapazität diesmal mit 5500 begrenzt. „Hausherr“ Austria Lustenau steht gegen den SCR Altach unter Druck, muss gewinnen. „Es geht für uns in jedem Spiel um alles“, weiß auch Darijo Grujcic, der nach den Ausfällen von Luca Meisl und Matthias Maak zum Abwehrchef avancierte. „Ein Sieg im Derby wäre umso wichtiger, weil Altach mit BW Linz und der WSG Tirol auf einer Augenhöhe mit uns sind. Wir wollen auch Fußball spielen, nicht nur hinten drinnen stehen.“
Rothosen machten es vor
Welche Kräfte ein Derbysieg auslösen kann, beweist der FC Dornbirn. Von allen bereits abgeschrieben, gewann die Orie-Elf vor drei Wochen in Bregenz überraschend mit 4:1 und feierte mittlerweile den dritten Sieg in Serie. Der Derbyerfolg hat der Mannschaft neue Kräfte verliehen. Etwas, was die Austria auch gut gebrauchen könnte.
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