Lainers Leidenszeit

Zuerst Schmäh, dann Horror-Diagnose in der Dusche

Fußball International
10.04.2024 18:37

Vor neun Monaten bekam Stefan Lainer die Diagnose Krebs, mittlerweile hat er es sogar zurück ins österreichische Nationalteam geschafft. In einem Interview hat der 31-jährige Gladbach-Star nun über die schwere Zeit im vergangenen Jahr gesprochen. Die Schocknachricht bekam er nach dem Training unter der Dusche, wie er verriet.

„Ich war voller Euphorie, wollte unserem Trainer Gerardo Seoane unbedingt zeigen, dass ich gut drauf bin, dass an mir kein Weg vorbeiführt. Wir hatten top trainiert. Ich stand unter der Dusche, habe noch Schmäh gemacht. Dann kam unser Arzt Dr. Heribert Ditzel, hat mich mit ernster Miene rausgeholt und mir gesagt, was los ist“, schildert Lainer gegenüber der „Sport Bild“, was sich am 17. Juli des Vorjahres nach dem Training abgespielt hatte.

(Bild: APA/AFP/UWE KRAFT)

Zunächst bekamen die engsten Teamkollegen die Horror-Diagnose mit, anschließend telefonierte der Salzburger mit seiner Ehefrau. „Das war krass. Meine Familie war aus der Fassung, während ich den Schock ein bisschen überspielt und versucht habe zu beruhigen“, so Lainer, der trotz allem nie daran gedacht habe, dass er den Krebs nicht überleben könnte. Er habe nur gedacht: „Das war’s jetzt mit dem Fußball.“

„Fünf Tage im Krankenhaus“
Die Leidenszeit des Außenverteidigers beinhalteten vier Chemo-Blöcke und sechs Antikörpergaben. „Mir ging es von Chemo-Block zu Chemo-Block schlechter. Den ersten habe ich gut weggesteckt, beim dritten habe ich keinen Sport mehr machen können. Beim vierten habe ich dann einen Infekt bekommen, musste fünf Tage mit hohem Fieber im Krankenhaus bleiben und habe anfangs jede Stunde eine Infusion bekommen, insgesamt bestimmt 30 Stück.“

(Bild: GEPA pictures)

Im Sommer läuft sein Vertrag bei Borussia Mönchengladbach aus, einen „Mitleids-Vertrag“, wie die „Sport Bild“ schreibt, hat Lainer bislang abgelehnt. Der Fokus gilt dem Saisonfinale in der deutschen Bundesliga und dann – hoffentlich – der EURO in Deutschland. „Es wäre der perfekte Höhepunkt einer schwierigen Geschichte, wenn ich es nach der Krebs-Diagnose vergangenen Juli innerhalb eines Jahres über das Comeback in Gladbach wirklich zur EM schaffe“, so Lainer.

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(Bild: KMM)



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