Die offizielle Eröffnung der Freizeitmesse in Klagenfurt startete mit einer Meinungsverschiedenheit auf der Bühne. Denn Messe-Präsident Harald Kogler spart auch öffentlich nicht mit Kritik an den politischen Vertretern der Landeshauptstadt.
Seit eineinhalb Jahren liegen die Pläne am Tisch, am Messegelände ein neues Kongresscenter zu errichten. „Für die Zukunft der Messe ist ein Veranstaltungszentrum unabdingbar“, ist sich Harald Kogler, Aufsichtsratsvorsitzender der Kärnten Messen, sicher. Der „Krone“ gegenüber hatte er seinen Unmut über ausstehende Finanzierungszusage der Landeshauptstadt bereits geäußert, nun tat er das auch während der Eröffnung der Freizeitmesse am Freitag: „Eigentlich haben das Projekt alle unterstützt und zugestimmt. Bisher haben wir aber nur seitens des Landes eine Finanzierungszusage erhalten“, so Kogler auf der Bühne.
Das Projekt kostet 20 Millionen; 10 davon bringt die Messe selbst auf, 5 Millionen hat das Land bereits zugesichert: „Das Land Kärnten hat die Kärntner Messen mit 5 Millionen aus der KBV unterstützt, um damit auch Weiterentwicklung und Dynamik zustande zu bringen“, bestätigt auch Landeshauptmann Peter Kaiser.
Rechtfertigungen auf der Bühne
Klagenfurts Stadtchef Christian Scheider musste sich dann auf der Bühne rechtfertigen: „Das Veranstaltungszentrum wird schon viel zu lange diskutiert, wir müssen uns dazu bekennen.“ Allerdings schoben er und sein Vize Philipp Liesnig den schwarzen Peter offenbar dem Tourismus zu: „Neben der Stadt muss auch die Wirtschaft bzw. der Tourismus einen entsprechenden Anteil zu der Finanzierung leisten. Das haben der Bürgermeister und ich immer klar kommuniziert“, verteidigt sich Liesnig und verweist auf andere wichtige Projekte, die die Landeshauptstadt zu finanzieren hat. Scheider bedauerte unterdessen auf der Bühne: „Schade, dass der Tourismus nichts dazu beitragen kann – oder will?“
Kogler versucht sein Glück noch einmal: „Mein Appell an die zuständigen Stadträte: Gebt uns eine Finanzierungszusage. Dann haben wir ein klares Bekenntnis!“
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