Für die Basketballer der Vienna Timberwolves ist es wirtschaftlich fünf vor – oder besser gesagt schon fünf nach zwölf. Am 31. März war Deadline für die Abgabe der Unterlagen für die Superliga-Lizenz für die kommende Saison. Aktuell schaut es nicht gut aus. Es fehlt vor allem Geld der Stadt.
Aufatmen bei Basketball-Superliga-Klub Timberwolves. Trotz der 65:91-Niederlage in Kapfenberg ist drei Runden vor Schluss der Klassenerhalt gesichert. Sportlich. Wirtschaftlich schaut es hingegen schlecht aus. Zwar haben die Donaustädter mit 31. März die Unterlagen für die Lizenzierung für die nächste Saison fristgerecht eingereicht. Dem Vernehmen nach wird es aber finanziell nicht für eine weitere Spielzeit in der höchsten Spielklasse reichen. Bis 10. April wird nun begutachtet. Entscheidungen sollen spätestens bis Mai fallen.
„Wir sind aktuell noch in Gesprächen mit der Stadt, es schaut aber nicht gut aus“, deutet auch Timberwolves-Manager Bernhard Oliva an, dass es ohne Unterstützung aus dem Rathaus eng wird. Dabei geht es jedoch nicht darum, mit dem Geld der öffentlichen Hand Legionäre zu finanzieren, sondern die für die Lizenz nötigen Rahmenbedingungen im Bereich der personellen Infrastruktur zu erfüllen. So müssen beispielsweise zwei Trainer, einer davon im Nachwuchs angestellt, und eine 40 Stunden pro Woche besetzte Geschäftsstelle bezahlt werden.
Mit diesem Schicksal sind die „Korbjäger“ allerdings nicht alleine. Handball-Meister West Wien hat es bereits erwischt, auch die Eishockey-Cracks der Vienna Capitals hadern mit der Situation. „Wir sind definitiv nicht der einzige Verein, der mit dem Problem zu kämpfen hat“, weiß Oliva.
Was man auch beim Verband weiß. „Spitzensport ist nur mit Unterstützung von Stadt und Land möglich. Das sehen wir an allen anderen Standorten und hoffen, dass das auch in Wien der Fall sein wird“, so Superliga-Geschäftsführer Albert Handler. Sonst wird es mit BC Vienna nächste Saison nur einen Wiener Superliga-Klub geben. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.
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