Bei Mercedes ist der Formel-1-Saisonstart nicht nach Plan verlaufen und dennoch gibt sich Teamchef Toto Wolff kämpferisch. Man wisse nicht genau, wo der Fehler liegt. Allerdings sei es nicht die Zeit für knallharte Ansagen. Österreicher würden die Dinge ohnehin sehr direkt kommunizieren, jetzt sei Fingerspitzengefühl gefragt, so der 52-Jährige.
„Wir verstehen einige Verhaltensweisen des Autos nicht, die wir in der Vergangenheit immer verstanden hätten“, erklärt Wolff nach dem enttäuschenden Rennwochenende in Australien. Dennoch hat der Mercedes-Teamchef weiter Vertrauen in den W15: „Es gibt Einheiten auf der Strecke, da sind wir absolut dabei mit der Performance, aber dann geht es dahin.“
Deshalb wolle er sich einerseits „eins auf die Nase geben“, andererseits liege darin auch eine Chance: „Wenn du es richtig machst, kannst du ziemlich schnell eine Trendwende einläuten. Du musst halt weiter daran glauben.“ Allerdings sei es sicherlich aktuell eine harte Phase, gesteht der 52-Jährige.
Das Herz auf der Zunge
Für den Teamchef selbst, ist es eine Erfahrung, die er bisher nicht kannte. Es brauche daher Geduld und nicht knallharte Ansagen, so Wolff, der zudem betont: „Wir Österreicher tragen unser Herz auf der Zunge und sehen die Dinge sehr direkt. Ich muss also meine Art zu kommunizieren anpassen, um nicht noch mehr Druck zu erzeugen. Denn das würde uns kaputtmachen.“
Mangelnden Einsatz könne er ohnehin nicht feststellen. Es liege nicht daran, dass man sich nicht bemühen würde. Zudem sei der 52-Jährige jederzeit offen für Ideen, die einen Weg aus der Krise bieten. Personalfragen seien demnach nicht angebracht: „Wir haben ein physikalisches Problem und kein philosophisches oder organisatorisches.“
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