Internationale Kritik
Macron: Aussage zu Truppen in Ukraine durchdacht
Trotz deutlicher Kritik hält Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an seinen Überlegungen zu Bodentruppen in der Ukraine fest. „Jedes Wort, das ich zu diesem Thema, sage, ist abgewogen, durchdacht und besonnen“, sagte er am Freitag bei der Eröffnung des Olympischen Dorfes in Paris.
Weiter wollte er sich am Donnerstag dazu nicht äußern, da es nicht der Ort für „geopolitische Kommentare“ sei, wie der dem Sender BFMTV sagte. Nach einer Ukraine-Hilfskonferenz hatte Macron jüngst den Einsatz von Bodentruppen in der von Russland angegriffenen Ukraine durch sein Land als nicht ausgeschlossen.
„Man kann nichts ausschließen in einem Krieg“
Das Ziel sei, dass Russland nicht gewinnen dürfe, so der französische Präsident. Premierminister Gabriel Attal unterstrich am Dienstag die Aussagen Macrons: „Man kann nichts ausschließen in einem Krieg (...) im Herzen Europas“, sagte Attal im Radiosender RTL.
Bei dem Treffen mit mehr als 20 Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) habe es zwar keine Einigkeit dazu gegeben, aber im künftigen Kriegsverlauf könne nichts ausgeschlossen werden, hatte Macron am Montagabend in Paris erklärt.
Mehrere Länder gegen Bodentruppen
Mehrere Länder sprachen sich danach umgehend gegen die Entsendung von Bodentruppen aus. So äußerte etwa der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, dass auch für die Zukunft gelte, „dass es keine Bodentruppen, keine Soldaten auf ukrainischem Boden gibt, die von europäischen Staaten oder NATO-Staaten dorthin geschickt werden.“
NATO um Beruhigung bemüht
Auch die NATO bemühte sich rasch um Beruhigung: Man plane etwa keine Entsendung von Truppen, stellte Generalsekretär Jens Stoltenberg bereits am Dienstag klar. Das Verteidigungsbündnis leiste in der Ukraine „beispiellose Unterstützung“ und habe diese nach der Invasion verstärkt. Ein Einsatz von Kampftruppen vor Ort in der Ukraine sei jedoch nicht geplant, sagte Stoltenberg der Nachrichtenagentur AP.









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