Jahresbilanz 2023

Dreimal mehr Unwetternotrufe als im Jahr davor

Oberösterreich
28.02.2024 17:00

Im Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitsstunden bei den heimischen Feuerwehren wieder stark an. Am stärksten war der Anstieg der sogenannten Großschadensereignisse. Auch der Frauenanteil bei den 906 oö. Feuerwehren wächst munter weiter, aktuell liegt er bei rund zehn Prozent. 

Insgesamt 59.751 Einsätze absolvierten die 906 oberösterreichischen Feuerwehren im Jahr 2023. Das ist zwar kein Rekordwert, aber im Vergleich zum Jahr 2022 ein Plus von über 11.000 Einsätzen. Auch die Arbeitszeit unserer Florianis stieg im Vorjahr um rund 20 Prozent auf stolze 7,55 Millionen Stunden an. Das geht aus der Jahresbilanz 2023 des Landesfeuerwehrverbands hervor, der am Mittwoch in Linz präsentiert wurde.

Nur neun Prozent „sichtbar“
Von diesen 7,55 Millionen Arbeitsstunden entfallen aber nur 716.825, oder neun Prozent auf Einsätze. Der Rest ist für die Öffentlichkeit „unsichtbar“: Etwa Dienstbetrieb, Instandhaltung, Aus- und Weiterbildung, Eigenmittelaufbringung oder Jugendarbeit machen die restlichen 91 Prozent aus. 

Dezember stärkster Monat
Am häufigsten alarmiert wurden heimische Feuerwehren im Dezember: Da wurden 9509 Einsätze absolviert, fast doppelt so viel wie im zweitstärksten Monat. Verantwortlich dafür waren sowohl die heftigen Schneefälle zu Beginn des Monats als auch die Sturmfront „Zoltan“ kurz vor Weihnachten. Alleine in den drei Tagen vor Heiligabend waren rund 9000 Florianis bei über 2100 Einsätzen vor Ort.

Frauenanteil steigt
Obwohl die Anzahl aktiver Mitglieder im Vorjahr um rund 850 Personen gesunken ist, ist der Frauenanteil höher denn je: 9802 weibliche Mitglieder zählen die oberösterreichischen Feuerwehren derzeit, das ist ein Anstieg von 183 Prozent verglichen mit dem Jahr 2009. Die Wachen sind gewappnet: Die Feuerwehrhausrichtlinien sehen unter anderem getrennte Sanitäreinrichtungen und Umkleideräume vor. 

Kein Trend bei Störungen
„Eine Zunahme von Attacken oder Störungen der Feuerwehrarbeit ist nicht wirklich feststellbar“, so Feuerwehr-Präsident Robert Mayer. Dabei handle es sich glücklicherweise nur um Einzelfälle, die aber dennoch besonders bei Freiwilligen auf die Moral schlagen würden. 

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