Stefan Eichberger machte sich via Youtube „Streif-fit“. „Ich habe alles aufgesagt“, so der 23-Jährige, der heute sein Debüt gibt.
„Du bist bei den Trainings dabei.“ Sagte Cheftrainer Marko Pfeifer dem Steirer Stefan Eichberger am Sonntag via Telefon. Weil Christoph Krenn ausfiel, so ein Platz frei wurde. „Wahnsinn, ein Traum für mich“, lachte Eichberger. Der sich daraufhin auf Youtube unzählige Fahrten von Streif-Rennen der vergangenen Jahre ansah. „Ich habe alles aufgesagt, mir auch den Film „One Hell of a Ride“ angeschaut.“ Um auf den Mythos Streif vorbereitet zu sein.
„Eigentlich ein Comebackjahr“
Es klappte. Denn der 23-Jährige überzeugte in den Trainings, sicherte sich so einen Startplatz für das Rennen - und wird heute auf der Streif sein Weltcupdebüt geben. „Nach dem ersten Training sind mir beim Abschwingen fast die Tränen gekommen - da jetzt im Rennen zu fahren, ist gewaltig“, so der Mann vom ESV Knittelfeld, dessen Vorbilder Matthias Mayer und Aksel Lund Svindal sind. Und der aus einer sportbegeisterten Familie kommt, die Skischule in Murau absolvierte. Aber im Dezember 2022 zurückgeworfen wurde, sich im Super-G-Training auf der Reiteralm Kreuz- und Innenband sowie Meniskus riss. „Das heuer ist für mich eigentlich ein Comebackjahr. Ich hätte nie damit gerechnet, jetzt auf der Streif zu starten.“
Tat auch sein Umfeld nicht, kurzfristig reist heute eine Fan-Abordnung aus der Heimat an. Ziel des Debütanten: „Es genießen, nichts Sinnloses probieren - aber ich kann Skifahren, weiß, dass ich schnell bin.“
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