570.000 Menschen in Österreich fühlen sich „mehr als die Hälfte der Zeit einsam“, teilte die Caritas am Sonntag mit. Laut ihrer Studie in Kooperation mit dem SORA-Institut würde sich schon jede vierte Person aufgrund der Corona-Pandemie einsamer als zuvor fühlen.
17 Prozent gaben an, dass sie nun wegen der Teuerung Sozialkontakte einschränken mussten. Bei Personen mit einem Haushaltseinkommen bis 1500 Euro sei sogar jeder Dritte betroffen.
„Viele Menschen haben niemanden, dem sie ihre Sorgen anvertrauen können, viele Menschen können sich einen Besuch im Kaffeehaus nicht leisten, um aus ihrer Isolation zu kommen“, schilderte Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien.
Caritas hält mit Plaudernetz dagegen
Mit Initiativen wie dem im ersten Covid-Lockdown gestarteten Plaudernetz will die Caritas dagegenhalten: Menschen, die niemanden zum Reden haben, telefonieren unter der Nummer 05-1776-100 mit Freiwilligen, die gerne zuhören.
Seit Projektstart im April 2020 wurden mehr als 41.000 Gespräche geführt, das entspricht einer Gesamtgesprächsdauer von über einer Million Minuten oder 720 Tagen. Die Telefonate dauern durchschnittlich eine halbe Stunde.
Rund 4000 Personen engagieren sich freiwillig beim Plaudernetz, mehr als 6000 Menschen haben die Nummer bisher gewählt, hieß es in der Aussendung.
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