Basketballmeister Gmunden schäumt: Da Graz auf Termin beharrte, musste man an Corona erkrankte Spieler einsetzen. Ein schweres Foul an Fairness in der Superligaliga.
Die 59:90-Heimpleite von Basketball-Champion Gmunden gegen Graz erhitzt weiter die Gemüter. Die Vorgeschichte: Gmunden meldete fünf Spieler positiv auf Corona getestet und versuchte, mit Graz eine Verschiebung zu vereinbaren. Doch Graz-Manager Michael Fuchs lehnte ab, wollte offensichtlich billige Punkte einfahren und meinte, sein Trainer Ervin Dragsic möchte unbedingt spielen. Was nicht der Wahrheit entsprach, denn Gmunden-Trainer Anton Mirobylov erfuhr im Gespräch mit Dragsic, dass dieser eine Absage befürwortet hätte. Tatsache ist, dass die Swans aufgrund der Infektionen drei Tage kontaktlos trainiert hatten.
Keine Regeln für Corona
„Der Verband hat eine Verschiebung befürwortet. Aber es gibt in Österreich keine Bewegungseinschränkungen mehr durch Corona, daher auch keine Regeln. Im Supermarkt tragen verantwortungsvolle Menschen, die an Corona erkrankt sind, Maske und im Basketball dürfen Kranke spielen. Das ist pervers und gesundheitlich bei einem Kontaktsport sehr fragwürdig“, so Gmundens Finanzvorstand Harald Stelzer. Noch am Matchtag schickte Gmunden-Doc Michael Nöstlinger Orri Gunnarsson mit einem infektiösen Ausschlag nach Hause und erteilte ihm Sportverbot - nach dem Regulativ hätte er spielen dürfen. „Graz soll stolz sein auf diesen Sieg“, so Stelzer. Daniel Friedrich spielte geschwächt 30 Minuten - ob er Gegner angesteckt hat, werden die Grazer bald spüren. Ex-Rieder Diawusie, der vor wenigen Tagen an einer grippebedingten Herzmuskelentzündung verstorben ist, war wohl nicht Warnung genug.
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