Tödliche Kontrolle
Zu Unrecht in Haft, jetzt von Polizei erschossen
Nach 16 Jahren Haft war die Unschuld eines US-Amerikaners erwiesen. Jetzt wurde Leonard Cure ausgerechnet bei einer Verkehrskontrolle von der Polizei getötet.
Mehr als 16 Jahre lang saß Leonard Cure hinter Gittern – wegen eines Raubüberfalls, den er gar nicht begangen hatte. Erst 2020 kam der Schwarze endlich frei. Doch sein Leben in Freiheit endete nur drei Jahre später auf tragische Weise: Ein Polizist zog den 53-jährigen Autofahrer wegen Geschwindigkeitsübertretung in Georgia aus dem Verkehr – und erschoss ihn.
Eine Kamera am Armaturenbrett des Polizeiautos filmte, wie Cure um 7.30 Uhr gestoppt wurde. Auf dem Video schreit der Polizist den Lenker an, auszusteigen und seine Hände auf die Ladefläche des Wagens zu legen. Cure klingt erstaunt: „Ich habe doch nichts gemacht.“ Daraufhin zieht der Polizist seinen Elektroschocker. Cure bemüht sich, die Situation zu beruhigen. Doch schließlich setzt der Beamte den Schocker ein, während Cure versucht, ihn wegzudrücken.
„Beamter war aggressiv“
Der Polizist schlägt dann mit einem Schlagstock zu, ehe er den Revolver zieht und auf Cure schießt. Das Opfer starb später im Krankenhaus.
Der 53-Jährige hatte sich gerade erst mit einem Teil seiner 817.000-Dollar-Entschädigung (umgerechnet mehr als 770.000 Euro( vom US-Staat Florida ein Haus in Georgia gekauft. Seine Familie zieht nun erneut vor Gericht. Für Bürgerrechtsanwalt Benjamin Crump ist das Video eindeutig: „Der Beamte war von Anfang an aggressiv und hat die Situation zu keiner Zeit deeskaliert.“







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