Im gemeinsamen Kampf gegen die Spuren eines Albtraums gründeten das Land Kärnten und das AMS ein neues Beschäftigungsprojekt, das nun in acht Gemeinden in Unterkärnten umgesetzt wird.
„Diese Hilfe ist für uns unabkömmlich“, sagt die Eisenkappler Bürgermeisterin Elisabeth Lobnik. Seit 2017 gab es im Gemeindegebiet mit Stürmen, Waldbränden und der heurigen Unwetter-Katastrophe vier Ereignisse, die Wälder und Siedlungen zerstörten. „Das hat uns die Luft zum Atmen genommen. Unser Budget ist ausgeschöpft.“
Daher zogen Land und Arbeitsmarktservice (AMS) die Bilanz ihrer Initiative „Katastrophenhilfe 2023 – Miteinander Kärnten“ auch bewusst in Bad Eisenkappel. Elf Langzeitarbeitslose konnten durch die Aktion einen Job finden. Sie unterstützen seit Mitte August acht Gemeinden in Unterkärnten beim Wiederaufbau.
Sobald Einsatzkräfte abrücken, sind Betroffene auf sich gestellt. Wir wollen zeigen, dass die Hilfe weiterläuft.
Katastrophenschutz-LR Daniel Fellner
Drei Millionen Euro Schaden in Bad Eisenkappel
AMS-Geschäftsführer Peter Wedenig: „Die Leute sind dort eingesetzt, wo Hilfe unbedingt erforderlich ist. Wir haben ja bereits vor drei Jahren das rote Krisentelefon für solche Vorfälle eingerichtet.“ So haben etwa in Eisenkappel, wo der Unwetterschaden bei drei Millionen Euro liegt, zwei Mitarbeiter dem Bauhof bei den Aufräumarbeiten entlang der Radwege und Straßen unterstützt.
Landesvize Gaby Schaunig: „Das ist sinnvolle Hilfe im doppelten Rahmen, die Menschen erhalten Job und Selbstwertgefühl und Gemeinden Unterstützung in der Not.“ Katastrophenlandesrat Daniel Fellner: „Die Hilfe darf nicht enden, wenn Blaulichtorganisationen abgerückt sind.“
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