Frau eingesperrt?

Verdacht nicht erhärtet: Ehemann enthaftet

Ausland
08.08.2023 20:27

Im aufsehenerregenden Fall eines deutschen Paares in Ostfrankreich geht die französische Justiz nicht von Freiheitsberaubung aus. Die Staatsanwaltschaft glaubt derzeit nicht an ein strafrechtliches Vergehen gegen die 53-jährige Ehefrau. Zunächst waren Ermittlungen gegen den 55-jährigen Ehemann wegen möglicher Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Folter aufgenommen worden.

Der Verdächtige wurde am Montag in Forbach, nahe dem Saarland, verhaftet. Seine Frau hatte zuvor die deutschen Sicherheitskräfte angerufen. Sie werde seit 2011 von ihrem Mann gefangen gehalten und misshandelt. Die Polizei fand die Frau in der Wohnung des Paares, die Beamten entdeckten allerdings keine eindeutigen Hinweise darauf, dass die Frau eingesperrt worden sei. In der Befragung wiederholte sie ihre Anschuldigungen. Ihr Mann hingegen sprach im Polizeigewahrsam von einer Krankheit, unter der die 53-Jährige seit Längerem leide.

Ehefrau erkrankt, Diagnose unbekannt
„Alle Feststellungen, die während der Untersuchung, besonders vor Ort, getroffen werden konnten, können ihre Aussagen bisher nicht untermauern, während sie die Erklärungen ihres Mannes vollständig bestätigen“, sagte der Staatsanwalt von Saargemünd, Olivier Glady, am Dienstag. An welcher Erkrankung die 53-Jährige leidet, ist noch unklar. Auch das Paar konnte dem Vernehmen nach keine Diagnose nennen.

Am frühen Abend gab der Staatsanwalt dann bekannt, dass der 55-Jährige noch am Dienstag aus dem Polizeigewahrsam entlassen werde.

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