Für Maximilian Wöber ist der aktuelle Lehrgang der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Nach dem Abstieg aus der Premier League mit Leeds United ist der Verteidiger froh über den Tapetenwechsel. „Es fühlt sich alles befreiter an. Es ist gut für mich, dass ich mich wieder auf anderes konzentrieren kann“, sagte Wöber am Donnerstag in Windischgarsten.
Vor seiner Zeit in Leeds spielte der Wiener durchwegs bei Clubs, die in ihren Ligen zur Spitze zählten. Der wochenlange und letztlich erfolglose Abstiegskampf in England war eine neue und unliebsame Erfahrung. „Wir haben es einfach nicht geschafft, in den wichtigen Spielen Siege zu holen. Alles war in gewisser Weise verkrampft“, erzählte der 25-Jährige.
Im Nationalteam stellt sich die Situation anders dar. „Wir haben wieder ein bisschen eine Euphorie ausgelöst“, meinte Wöber. Ein Sieg am Samstag in der EM-Qualifikation in Brüssel gegen Belgien würde die Begeisterung anfachen. „Sie haben auf jeder Position absolute Top-Spieler, aber wenn man sich unseren Kader anschaut, brauchen wir uns auf keinen Fall verstecken“, betonte der ehemalige Salzburg- und Rapid-Profi.
„Warum sollen wir‘s nicht schaffen?“
Bei allem Optimismus ist auch der Respekt groß. „Sie haben riesige individuelle Klasse, sind im Umschalten gefährlich und haben viel Speed. Da heißt es dagegenhalten.“ Wöber sieht die belgische Auswahl, die im FIFA-Ranking auf Platz vier liegt, als Vorbild. „Das Land ist von der Einwohnerzahl her mit Österreich vergleichbar. Warum sollten wir es nicht schaffen, uns in eine ähnliche Weltranglisten-Position vorzuspielen?“
Oinisiwo selbstbewusst
Wöber gilt für Samstag als Linksverteidiger gesetzt, Karim Onisiwo muss um seinen Platz in der Anfangsformation bangen - und das, obwohl er zuletzt bei Mainz überzeugte. „Ich habe meine mit Abstand beste Saison gespielt und bin zum Leistungsträger geworden“, sagte der zehnfache Torschütze der abgelaufenen Spielzeit.
Onisiwo traf auch in der letzten Runde beim 2:2 der Mainzer in Dortmund, war daher mitverantwortlich dafür, dass der BVB den Meistertitel verspielte. Danach erhielt er nach eigenen Angaben „ein paar Anfeindungen. Doch ich will das nicht an die große Glocke hängen, da waren viele Frustrierte dabei.“
Im Nationalteam hält der Offensivspieler bei nur einem Tor in 21 Länderspielen. „Der Schnitt ist nicht so gut, den gilt es nach oben zu schrauben.“ Obwohl er zumeist als „Joker“ fungiert, spürt Onisiwo nach eigenen Angaben das Vertrauen von Teamchef Ralf Rangnick. „Ich bin unter ihm immer einberufen worden, deshalb glaube ich schon, dass eine gewisse Wertschätzung da ist.“








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