Starkregen in Parndorf

Und dann kam auf einmal das Wasser …

Burgenland
10.06.2023 19:03

Seit Dienstag sind die Feuerwehren des Bezirkes Neusiedl am See, Eisenstadt Umgebung und aus Niederösterreich in Parndorf im Einsatz. Noch immer kämpft man gegen die Fluten.

Es waren rund 200 Liter pro Quadratmeter, die in den vergangenen Tagen in und um Parndorf vom Himmel fielen. Auch in Gols, Weiden am See und Neusiedl am See gingen Kanäle und Auffangbecken an ihre Grenzen.

In Gols bestand die Gefahr, dass die Kläranlage den Wassermassen nicht standhält. Das Problem konnte mit zwei zusätzlichen Pumpen abgefangen werden. „Bei uns hat Gott sei Dank alles gehalten und das Zusammenspiel aller Beteiligten war perfekt. Trotzdem schauen wir, welche Maßnahmen wir im Bereich des Golser Kanals noch setzen können, damit nichts passiert“, so Bürgermeister Kilian Brandstätter nach dem Starkregen.

ÖVP fordert zusätzliches Rückhaltebecken
Auch in Neusiedl am See hielt das Wasser die Wehren auf Trab. Hier fordert die ÖVP ein zusätzliches Rückhaltebecken am Ende der Weichselfelststraße und dass Gräben und Kanäle regelmäßig gewartet werden. Bürgermeisterin Elisabeth Böhm ortet hinter dem Vorwurf politische Spielchen und stellt fest, dass Gräben und Kanäle immer kontrolliert und gereinigt werden.

Gar nicht zur Ruhe kommt Parndorf. Seit Dienstag kämpfen dort Wehren ununterbrochen gegen die Wassermassen. Hier liegt die Priorität bei den Sickerbecken und der Pumpstation.

„Wir versuchen noch immer den Wasserstand der Sickerbecken sowie der Pumpstationen mithilfe von Pumparbeiten unterstützend zu minimieren“, so Feuerwehrkommandant Stefan Wallentich. „Wir wissen, dass Überflutungen in Kellern tragisch sind, wir müssen aber zuerst versuchen den Grundwasserspiegel irgendwie zu senken.“

Grundwasser drückt sofort wieder nach
Das Problem: Die Sickerbecken werden leer gepumpt und das Grundwasser drückt von unten wieder nach. „Wir hatten es noch nie, dass der Grundwasserspiegel fast auf Straßenniveau liegt“, ist auch Bürgermeister Wolfgang Kovacs entsetzt. Er schildert, dass er auch mit Kanalplanern gesprochen habe. Kanäle und Pumpen haben immer funktioniert, nur die Menge an Wasser sei so einfach nicht zu schaffen gewesen.

Vor etwa 6 Jahren hat man in Parndorf um 1,7 Millionen Euro ein Sammelbecken gebaut. „Ein richtig großes, wo viele Stimmen laut geworden sind, dass das übertrieben sei“, so Kovacs. Jetzt ist es zu klein. „Wir werden sicherlich alles anschauen und das Kanalsystem überdenken. Aber bei so einem Jahrhundertereignis nützt das alles nichts.“

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Burgenland Wetter
20° / 31°
wolkenlos
17° / 30°
heiter
18° / 30°
wolkenlos
19° / 31°
wolkenlos
18° / 30°
heiter



Kostenlose Spiele