Kombi-Ass Rehrl

Nach Sturz-Drama: Keine Angst vorm Fliegen

Wintersport
16.12.2022 07:02

Vor zwei Jahren erlebte Kombinierer Franz-Josef Rehrl ausgerechnet auf seiner Heimschanze den schlimmsten Tag seiner Karriere. Nun will der Steirer in der Ramsau angreifen und macht sich für eine WM stark.

Ein Sprung, ein Sturz. Mit schmerzverzerrtem Blick griff sich Franz-Josef Rehrl vor zwei Jahren aufs Knie. Sofort wusste er, dass da etwas Schlimmes passiert ist. Die bittere Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes. Mit der Rettung musste der Ramsauer abtransportiert werden. Der schlimmste Moment in der Karriere des steirischen Überfliegers, der sich in der Luft immer so wohlfühlte. Genau zwei Jahre sind seit dem Sturz-Drama vergangen. Der 29-Jährige hat mit dem Unglücksort aber mittlerweile Frieden geschlossen: „Ich habe keine Angst vorm Springen. Da stresst mich die Bergisel-Schanze mehr. Das Sturz-Kapitel ist für mich abgeschlossen.“

Doch Beobachter sind sich trotzdem einig: So ganz der Alte ist der „Herr der Lüfte“, dessen Eltern in der Ramsau eine Flugschule betreiben, noch nicht. Und auch Rehrl, der im Vorjahr das Heim-Event aufgrund Coronaspätfolgen verpasst hat, gesteht: „Beim Springen klappt es momentan nicht perfekt. Ich habe Probleme mit der Hocke. Aktuell sind meine Sprünge zu oft Zufallsprodukte. Wenn aber ein Sprung gelingt, kann ich ganz weit vorne sein.“

Das will Rehrl auch in der Ramsau wieder. Nur fünf Autominuten von seinem Heimathaus entfernt. „Vor vier Jahren war ich hier ja schon einmal am Stockerl. Das zu wiederholen, wäre das Ober-Highlight“, meint der Steirer, der sich am Rande des Weltcups auch für eine WM-Bewerbung 2029 seines Heimatortes stark macht. „Von der letzten Heim-WM 1999 in der Ramsau weiß ich nur mehr wenig. Damals war ich sechs Jahre alt. Da habe ich mehr im Schnee gespielt, als mir die Bewerbe angeschaut“, lacht der Kombinierer.

Einsatz als Blumenkind
„Aber ich war als Blumenkind im Einsatz, habe die Flagge für Estland getragen. Daran erinnere ich mich. Eine WM in der Ramsau wäre jedenfalls perfekt für die ganze Region.“ Der diesjährige Weltcup soll als Werbung dienen: „Wir wollen eine Super-Show liefern!“

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