Dornbirns Vizebürgermeister will Amt im Dezember übergeben. Hat der 2020 geschlossene Deal der Dornbirner Oppositionsparteien Bestand, sollte Juliane Alton (Grüne) folgen. Bei knappen Mehrheitsverhältnissen und geheimer Wahl dürften die Schwarzen dem Treiben allerdings nicht kampflos zusehen.
Mit den Stimmen der Grünen, FPÖ, NEOS und natürlich denen der eigenen Fraktion wurde der Sozialdemokrat im Oktober 2020 zum Vizebürgermeister gewählt. Die ÖVP, die Julian Fässler ins Rennen um den Posten geschickt hatte, schaute dieses Mal durch die Finger.
Fünf Jahre davor hatte die Sache noch ganz anders ausgesehen. Dornbirns Stadtchefin Andrea Kaufmann hatte trotz verlorener Mehrheit Martin Ruepp als „Vize“ durchgebracht - damals verhalf die FPÖ dem Schwarzen ins Amt.
Deal gegen die ÖVP
2020 beteiligten sich die Freiheitlichen dann am Deal gegen die ÖVP. Die gesammelte Opposition (19 Stimmen) wählte Fäßler, der versprach, das Amt im Dezember 2022 wieder abzugeben. „Ich halte mich an mein Wort und werde den Vizebürgermeister im Dezember abgeben“, bestätigte der Sozialdemokrat auf „Krone“-Anfrage.
Juliane Alton (Grüne) sollte folgen
Spannend wird dann die Frage, ob auch Teil 2 des Deals hält. Demnach sollte das Grünen-Urgestein Juliane Alton folgen. Auch sie ist in der geheimen Wahl auf die Stimmen aller Oppositionellen angewiesen. Die Dornbirner ÖVP um ihre mächtige Frontfrau Andrea Kaufmann verfügt über 17 Stimmen und dürfte nichts unversucht lassen, das Vizebürgermeisteramt wieder zurückzuerobern. Bei den knappen Mehrheiten dürfte der ÖVP-Kandidat keine allzu schlechten Chancen haben. Dem Vernehmen nach dürfte Julian Fässler erneut antreten.








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