Um für einen großflächigen Stromausfall gerüstet zu sein, gibt es bei den illwerke vkw am Mittwoch eine interne Übung. Für die Stromkunden hat dies keine Auswirkungen. Die Gefahr eines Blackouts sei gering, betonen die Verantwortlichen.
„Ein europaweiter Blackout ist unwahrscheinlich. Wir können ihn aber natürlich auch nicht ausschließen“, erklärt Dr. Christof Germann, Mitglied des Vorstandes der illwerke vkw. Während sich eine Energieknappheit über einen längeren Zeitraum abzeichnet, gehe bei einem Blackout alles sehr schnell. Im Fall einer Mangellage, die etwa durch eine langanhaltende Kälteperiode im Winter hervorgerufen werden könnte, verordnet die Politik Energielenkungsmaßnahmen. Bei einem plötzlichen großflächigen Stromausfall liegt die Verantwortung hingegen beim Netzbetreiber.
„Kein Grund zur Sorge“
„Wichtig ist dabei die optimale Zusammenarbeit zwischen dem Kraftwerksbetrieb und der Netzüberwachung“, so Germann. Die Mitarbeiter von Netz und Wasserkraft trainieren die notwendigen Abläufe deshalb regelmäßig. Bei der Übung am 9. November wolle man das Szenario erweitern und auch die Kommunikation zum Land und zu den Einsatzkräften einbeziehen. Germann: „Wenn morgen Polizeiautos vor Anlagen der illwerke vkw vorfahren, besteht also kein Grund zur Sorge.“
Vorarlberg befindet sich durch seine schwarzstartfähigen Kraftwerke, die im Ernstfall ohne Energie von außen eine Strominsel aufbauen können, in einer bevorzugten Situation. Sind die Anlagen intakt, kann die Energieversorgung im Land nach wenigen Stunden wiederhergestellt werden. Eine weitere wichtige Aufgabe der illwerke vkw ist die Unterstützung beim Wiederaufbau der Stromversorgung in Süddeutschland.
Was genau im Falle eines Blackouts bei vorarlberg netz und in den Kraftwerken abläuft, zeigt auch der Film „50 Hz - Wie wir einen Blackout vermeiden“, den sich auf YouTube bereits über 200.000 Nutzer angesehen haben.
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