LH-Vize und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) reagierte auf die Kritik von Betriebsräten, dass sich der Zustand in den heimischen Spitälern immer mehr verschlechtere. Die SPÖ stellt eine Anfrage zu den aktuellen OP-Wartezeiten.
Der Personalmangel betrifft alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche, so auch den Bereich der Gesundheit“, sagt LH-Stellvertreterin Christine Haberlander. Nachdem sie und auch LH Thomas Stelzer (beide ÖVP) nicht auf einen offenen Brief der verzweifelten Mitarbeiter aus den Ordensspitälern vom August reagiert hatten, konfrontierte die „Krone“ die zuständige Gesundheitsreferentin mit den Aussagen der Betriebsräte. „Bereits im Frühjahr 2021 habe ich eine trägerübergreifende Taskforce eingesetzt, die Maßnahmen zur Mitarbeiter-Entlastung erarbeitet hat“, so Haberlander.
Vier Säulen erarbeitet
Genauer gesagt wurden dabei vier Säulen erarbeitet: verbesserte Patientenlenkung, Stärkung der Gesundheitskompetenz der Menschen, Ausbau der Digitalisierung in den Spitälern und Entbürokratisierung. „Die Situation hat sich allgemein nicht verbessert, eher sogar anhaltend verschärft. Die Behandlung der Patienten ist in Gefahr“, hält Sebastian Prohaska, Betriebsrat Ordensklinikum Linz, dagegen. Die angespannte Situation lässt sich bei den OP-Wartezeiten ablesen.
„Bei planbaren Operationen dauern die Wartezeiten in Oberösterreich in einzelnen Fächern bis zu einem Jahr, wir fragen diese Wartezeiten regelmäßig ab, da das Land OÖ sich bis heute weigert, diese auf einer zentralen Plattform zu veröffentlichen“, ärgert sich auch Peter Binder, Gesundheitssprecher der SPÖ. LH-Vize Haberlander hat jetzt acht Wochen Zeit, auf die Anfrage der SPÖ zu antworten.









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