22.09.2022 07:30 |

Üble Nachrede

„Causa Reichart“ sorgt weiter für Wirbel

Vor rund einem Jahr sah sich die Bregenzer Kulturamtsleiterin mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert: Die Ermittlungen sind inzwischen eingestellt, Reichart längst zurück in Amt und Würden. Vom Tisch ist die Sache aber noch lange nicht.

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Damals warf man Judith Reichart vor, sie hätte die Fördermittel für einen neuen Kunstverein nicht legal beantragt, sich in Sachen Honoraren nicht korrekt verhalten. Die Ermittlungen sind inzwischen eingestellt, Reichart längst zurück in Amt und Würden.

Prüfungsausschuss der Stadt Bregenz verabschiedet Bericht
Vom Tisch ist die Sache aber noch lange nicht, denn bereits bei der Verabschiedung des Prüfberichts durch den Kontrollausschuss, ging es unter den streitbaren Stadtvertretern wieder hoch her: Wortreich klagten die Roten über eine kurzfristige Terminverschiebung - und entsendeten niemanden.

„Die Einladung zur Sitzung erfolgte fristgemäß, der Ausschuss war beschlussfähig und der Sitzungsverlauf war sehr konstruktiv“, verteidigte sich der Prüfungsausschussvorsitzende, Alexander Moosbrugger (NEOS plus). Der rund 30 Seiten dicke Bericht wurde folglich ohne die Stimmen der SPÖ einstimmig verabschiedet.

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Es geht nicht darum, eine Mitarbeiterin anzugreifen oder darum die tollste Ausstellung zu organisieren, sondern um eine gut koordinierte und korrekte Abwicklung.

Ein Mitglied des Ausschusses

Dem Vernehmen nach geht es im wesentlichen um eine chronologische Abfolge der Geschehnisse. „Faktenbasiert, ohne eindeutig zweideutige Dossiers“, ließ ein Mitglied des Ausschusses wissen. Die Empfehlungen würden in der Regel dahin gehen, dass die Kulturabteilung zweckmäßig und wirtschaftlich arbeiten solle. „Es geht nicht darum, eine Mitarbeiterin anzugreifen oder darum die tollste Ausstellung zu organisieren, sondern um eine gut koordinierte und korrekte Abwicklung.“

Dem Vorsitzenden droht mindestens eine Klage wegen übler Nachrede
Moosbrugger wollte sich zum konkreten Inhalt des Berichts äußern. Dieser liege nun dem Bürgermeister vor und werden dann in der Stadtvertretung behandelt. Er erhoffe sich aber, dass der Prüfungsbericht seitens der Verantwortlichen konstruktiv angenommen und nicht von Beginn an kategorisch abgelehnt werde. „Solange man sich aber gegen Kontrolle wehrt und mit allen Mitteln dagegen opponiert, herrscht ein destruktives Klima, das Verbesserungen und Fortschritt verhindert“, sagte er gegenüber der „Krone Vorarlberg“.

Der Wirbel dürfte auch für Moosbrugger nicht vorbeisein. Die Kulturamtsleiterin Judith Reichart hat bereits eine Klage wegen übler Nachrede eingebracht. Weitere könnten folgen.

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