Nach den zahlreichen Lockdowns und der frühen Sperrstunde über den Zeitraum von zwei Jahren kämpfen die Nachtlokale nun mit den hohen Energiekosten. Wird es zu Schließungen kommen?
Die Kosten für Diskotheken und Nachtlokale sind, was Energie betrifft, enorm. „Die Ton- und Lichtanlagen und auch die Kühlgeräte brauchen Unmengen an Strom. Selbst wenn ein Club nur drei Tage die Woche offen hat, ist das mit einem Restaurant vergleichbar“, erklärt Nachtgastronomie-Sprecher Stefan Ratzenberger.
Früher seien die Energiekosten nur ein kleiner Teil des Umsatzes gewesen, das habe sich nun geändert. „Wir versuchen, überall einzusparen, wo wir nur können“, sagt Praterdome-Chef Holger Pfister. So werden die Kühlhäuser unter der Woche ab- oder auf ein Minimum gedreht. Selbst bei der Alarmanlage versucht man, Energie zu sparen. „Bei den Strom- und Heizkosten sprechen wir mittlerweile von mehr als einer Verdoppelung“, so Pfister. In Zahlen bedeutet das einen sechsstelligen Betrag im Jahr.
Teuerungen nicht an Gäste weitergeben
Doch das ist nicht alles, auch die Getränke werden teurer. „Bis dato geben wir die Teuerungen aber nicht an unsere Gäste weiter. Jeder tut sich schwer mit den steigenden Kosten. Werden wir teurer, kommen weniger Leute“, weiß der Clubbetreiber.
Er hofft auf Hilfe von der Regierung, aber nicht in Form von Einmalzahlungen, sondern in der Senkung der Umsatzsteuer. Das fordert auch Ratzenberger: „All das Geld, das während der Lockdowns in die Clubs geflossen ist, wäre Verschwendung, wenn man sie jetzt aufgrund der Energiekosten pleitegehen lässt.“ Denn im Moment sei die Situation ein Umbringen der Branche mit Anlauf.










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