Die Teuerung drängt viele Wiener auf den Arbeitsmarkt. Die „Krone“ war auf der Jobbörse unterwegs.
In den Hallen des MAK wuselte es Dienstagvormittag. Anlass dafür war die Jobmesse „Perspektive 2022“. Interessierten sich im Vorjahr nur wenige dafür, wurde sie heuer regelrecht von Arbeitssuchenden gestürmt. Ein Glück für die ausstellenden Betriebe, denn offene Stellen gibt es genug. Zwar erreicht die Anzahl der Beschäftigten in Wien mit 901.000 eine neue Rekordhöhe, dennoch herrscht ein großer Fachkräftebedarf.
„Wir haben 10.000 Leute eingeladen, vor allem Langzeitarbeitslose sollen hier die Chance auf eine Anstellung bekommen“, sagt Petra Draxl, Geschäftsführerin AMS Wien. Findet ein Bewerber eine passende Stelle, besteht die Chance auf ein befristetes Dienstverhältnis, in dem man fit für eine dauerhafte Stelle werden soll.
Und das Angebot wurde angenommen. „Ich suche seit fünf Jahren einen Job als Buchhalterin, ich hoffe, hier etwas Passendes zu finden“, sagt Anie Karoogian. „Ich möchte in der Pflege arbeiten und habe gerade Gratisbewerbungsfotos gemacht“, berichtet auch Azadeh S. Beides Branchen, in denen händeringend nach Personal gesucht wird. Und auch Yamam K. ist verzweifelt auf Jobsuche: „Ich bin dreifache Mutter, und wir können uns das Leben nicht mehr leisten.“
Junge Menschen haben Jobmesse „verschlafen“
Von den jungen Leuten fehlte bei der Jobmesse zumindest am Vormittag noch jede Spur. Haben sie keine Probleme mit den Teuerungen? „Bis jetzt war niemand aus unserer Zielgruppe an unserem Stand. Vielleicht schlafen sie um diese Uhrzeit noch“, sagt Stefanie Ciarello von der Wörkerei. Nur einer 21-Jährigen begegnen wir. „Die steigenden Lebenskosten zwingen mich dazu, mir einen Job zu suchen“, sagt Sarah Kebhart.










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