Die Enttäuschung von WM und EM sind abgehakt, am Donnerstag will Lukas Weißhaidinger die Saison zumindest noch versöhnlich beenden. Denn mit dem Diamond-League-Finale in Zürich steht für ihn der dritte Höhepunkt des Jahres an. „Es ist schon eine Ehre hier dabei zu sein“, freut sich Luki auf das Treffen im legendären Letzigrund, dem Mekka der Leichtathletik, bei dem nur die besten sechs Diskuswerfer des Jahres starten dürfen.
Zum zweiten Mal in Folge wird das Finale der Leichtathletik-Eliteliga in Zürich eingetragen. Zurecht. Denn der Letzigrund gilt als das traditionsreichste Stadion des Sports, vergleichbar mit Wimbledon im Tennis. Lukas Weißhaidinger, der dort im Vorjahr seine Premiere feierte, freut sich schon auf seine Rückkehr: „Die Stimmung wird in jedem Fall ganz besonders sein. Der Letzigrund ist für uns bekanntermaßen ein ganz besonderer Platz.“ Das Stadion ist mit 25.000 erwarteten Besuchern auch restlos ausverkauft.
Sein Ziel steckt sich Weißhaidinger nicht besonders hoch. „Im Vorjahr war ich Sechser“, erinnert sich der Olympia-Dritte. „Das Ziel für heuer muss sein, es besser zu machen.“ Trainer Gregor Högler verrät die Strategie: „Wir werden das Risiko relativ gering halten. Die Anweisung für Lukas lautet, dass er möglichst viele gültige Versuche abrufen sollte. Die entsprechende Weite kommt dann hoffentlich von selbst.“ Womit man eher wieder die Herangehensweise der EM in München wählt.
30.000 Dollar für den Sieg
Ein Podestplatz würde sich für Weißhaidinger auch finanziell lohnen. Für den Tagessieg gibt es in Zürich 30.000 US-Dollar, der Zweite und Dritte kassieren jeweils noch 12.000 und 7000. Der große Gejagte ist erneut Weltmeister Kristjan Ceh. Der Slowene konnte heuer alle vier Diamond-League-Meetings der Saison gewinnen. Hingegen verpasste Vizeweltmeister und Europameister Mykolas Alekna (Lit) ebenso die Qualifikation für das Saisonfinale der Eliteliga wie der EM-Dritte Lawrence Okoye (Gb) und der Olympia-Zweite Simon Pettersson (Sd). Auch das zeigt, wie schwierig es war, sich für diesen Bewerb zu qualifizieren und wie stark schon diese Leistung Weißhaidingers ist.
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