05.08.2022 16:13 |

Erste Bilanz 2022

Bundesheer birgt über 13,5 Tonnen Kriegsmaterial

Bereits im ersten Halbjahr 2022 wurden Mitarbeiter des Bundesheeres zu über 515 Einsätzen gerufen, um alte Kriegsmaterialien zu bergen - und somit wurden bereist über 13,5 Tonnen an Material sichergestellt.

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Zwischen zwei- und dreimal am Tag wird in Österreich das Bundesheer gerufen, um Materialien aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg zu bergen. Insgesamt sicherte man somit im laufenden Jahr 13,5 Tonnen an Material, seit 2013 beträgt der Fundus über 300 Tonnen aus über 10.000 Einsätzen. Nach dem Anrücken untersucht, birgt, transportiert und vernichtet das Bundesheer die Kriegsüberbleibsel, die Reste werden meist auf den Sprengplätzen des Bundesheers in Großmittel (NÖ) oder Allentsteig (NÖ) vernichtet. Hierbei werden mehrere hundert Kilo der Relikte zusammen gesprengt. Sollte es sich um äußerst schwierige Situationen handeln, vernichtet der Entminungsdienst die Materialien gleich vor Ort.

Vorsicht geboten
Wenn alte Kriegsmaterialien, wie Munition, gefunden werden, ist ein richtiger Umgang essenziell. Das Beste ist in jedem Fall, das Gefundene unter keinen Umständen zu berühren. Wer Kriegsmaterialien entdeckt, sollte umgehend die nächste Polizeistation kontaktieren und Abstand halten. Wie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erklärt: „Gerade in der Urlaubszeit, wenn vermehrt Wanderer in Österreichs Bergen unterwegs sind oder die Zeit in der Natur genossen wird, ist die Wahrscheinlichkeit, ein Kriegsrelikt aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg zu finden, noch höher“.

Meisten Bergungen in Niederösterreich
Mit 253 der über 515 Bergungen werden die meisten Relikte in Niederösterreich gefunden. In der Steiermark musste 62 Mal ausgerückt werden, in Salzburg 58 Mal. 42 Einsätze gab es im Burgendland, 39 in Wien. Kärnten und Tirol folgen mit 32 und 14 Entschärfungen. Schlusslicht sind Salzburg mit elf und Vorarlberg mit vier Funden.

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