Österreichs WM-Ende

Walli im Semifinale sehr tapfer, Tränen bei Hudson

Sport-Mix
21.07.2022 10:31

Die Leichtathletik-WM ist für Österreich beendet. Einen Tag nach dem zehnten Platz von Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger schied zunächst Victoria Hudson nach einer schwachen Leistung in der Speerwurf-Qualifikation mit 54,05 m aus. Danach schlug sich Susanne Walli in ihrem 400-m-Semifinale auf der schlechten Innenbahn in 52,37 sehr tapfer. Im Gesamtklassement belegten beide jeweils den 23. Platz.

Nach zwei ungültigen Versuchen kam Victoria Hudson im dritten Durchgang nur auf 54,05 m. Damit belegte sie in der A-Gruppe der Speer-Qualifikation lediglich den elften Platz. Damit war schon vor der B-Gruppe klar, dass sie absolut keine Chance mehr hatte, das Zwölfer-Finale am Freitag zu erreichen. Danach flossen bei ihr die Tränen der Enttäuschung.

„Gegen Windmauer gerannt“
Erklären konnte sie sich ihre erneute Enttäuschung bei einer Großveranstaltung nicht. So wie bei der WM in Doha 2019 und bei Olympia in Tokio 2021 blieb sie wieder in der Quali hängen. Dabei hatte sie sowohl auf dem Aufwärmplatz und beim Einwerfen im Stadion über 60 m geworfen. „Ich bin wütend und enttäuscht - alles zusammen“, meinte sie, „bei meinen Anläufen in der Quali bin ich gegen eine Windmauer gerannt. Aber an dem Wind kann es auch nicht gelegen haben.“ Hudson hat einfach nicht annähernd ihre Leistung gebracht. Heuer hatte sie zwei Wettkämpfe über 60,00 m gezeigt. Davon war sie in Eugene weit entfernt.

„Eine gute WM für mich“
Susanne Walli hatte hingegen schon am Sonntag mit dem Aufstieg ins Semifinale über 400 m für eine kleine Sensation gesorgt. Wie bei den Olympischen Spielen in Tokio im Vorjahr war dort logischerweise in dem Superfeld über die Stadionrunde Endstation. Noch dazu wurde die Linzerin auf der wegen des relativ engen Radius schwierig zu laufenden Bahn 1 eingeteilt. „Ich habe daraus aber das Beste gemacht“, war die 26-Jährige mit sich selbst zufrieden. Schließlich überholte sie im Gesamtklassement über 400 m im Semifinale noch eine Läuferin und landete auf Rang 23. Susi Walli: „Es war eine gute WM für mich, auch wenn ich hier nicht den erhofften Ausreißer nach oben zeigen konnte.“

Im Vorlauf war sie 52,18 gelaufen, mit dem „Ausreißer nach oben“ hatte Susi Walli in Eugene aber auf eine Zeit unter 52 Sekunden gehofft. Nur zweimal in ihrer Karriere hat sie bisher diese Grenze unterboten. Bald schon kommt aber bei der EM in München im August die nächste Gelegenheit für sie, auf großer Leichtathletik-Bühne aufzutrumpfen und sich auch ihrer Bestzeit von 51,52, erzielt im Semifinale von Tokio 2021, wieder zu nähern.

Frauen:

400 m, 2. Semifinale: 1. Cofil (Dom) 50,14, 8. Walli (Ö) 52,37. - Gesamt: 1. Miller-Uibo (Bah) 49,55, 23. Walli 52,37.

Speerwurf, Qualifikation: Gruppe A:

1. Jasiunaite (Lit) 63,80, 11. Hudson (Ö) 54,05. - Gesamt: 1. Kitaguchi (Jap) 64,32, 23. Hudson 54,05.

Susanne Wallis beste 400-m-Zeiten:

51,52 (6s1) Tokio 04.08.2021
51,99 (6) Chorzów 20.06.2021
52,13 (3) Nairobi 07.05.2022
52,15(1) St. Pölten 25.06.2022
52,18(4h1) Eugene 17.07.2022
52,19(3h4) Tokio 03.08.2021
52,24 (3) Samorin 02.06.2021
52,27 (1) Eisenstadt 02.06.2022
52,33 (1) Graz 24.06.2021
52,37 (8sf2) Eugene 20.07.2022
(10)

Olaf Brockmann
Olaf Brockmann
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