Hilfeschreie gehört

FP-Vize-Stadtchef rettete Flüchtlingskind aus Enns

Oberösterreich
20.07.2022 06:00

Ein elfjähriges afghanisches Mädchen drohte in Steyr in Oberösterreich zu ertrinken, wurde von der Strömung des Ennsflusses mitgerissen. FP-Politiker Helmut Zöttl hörte Hilfeschreie und war vorbereitet.

Laute Schreie alarmierten Helmut Zöttl aus Steyr am sonnigen Dienstag - und wenige Minuten später wurde der 51-jährige FP-Vizebürgermeister zum Lebensretter. „Ich war zufällig daheim und habe sofort nachgeschaut, was da los ist. Da sah ich, dass ein Kind, ein Mädchen, in der Enns trieb“, erzählt der Stadtpolitiker wenig später im „Krone“-Gespräch. Die Elfjährige hatte mit anderen Kindern bei Zwischenbrücken, dort wo sich Steyr und Enns vereinen, gespielt, dürfte in die kräftige Strömung geraten sein und konnte sich nicht mehr auf den Füßen halten.

Einmal konnte er nicht helfen
„Sie konnte offensichtlich nicht schwimmen“, berichtet Zöttl, der sofort in die Garage lief, um von dort einen Wurfsack, der an einer etwa 20 Meter langen Leine hängt, zu holen. Der liegt dort immer, seit der Steyrer vor Jahren schon einmal in eine ähnliche Situation geraten war. „Damals konnte ich die Person aber leider nicht retten, sie ertrank.“

Dieses Mal war er vorbereitet und lief mit dem Wurfsack am Ortskai zur Enns hinunter und schleuderte ihn zum vorbeitreibenden Mädchen. „Ich wäre auch ins Wasser gesprungen, aber der Wurfsack ist die bessere Option, wenn sie funktioniert.“

„Sie war völlig fertig und hat geweint“
Und es klappte, das Mädchen schnappte sich das Seil und Helmut Zöttl konnte es mithilfe eines Rumänen (34) zum Ufer ziehen und über die steile Böschung nach oben bringen. „Sie war völlig fertig und weinte, wollte zu ihrer Mama“, erzählt der FP-Stadtpolitiker, der dann die Situation der Polizei und dem Roten Kreuz überließ. Die gute Nachricht von der Rettung: Das Mädchen war zwar geschockt, aber sonst unverletzt. „Ich bin nur froh, dass die Rettung geklappt hat, weil recht viel länger hätte sich das Mädchen nicht über Wasser halten können“, sagt Zöttl.

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