Als Sieger der 150. British Open ist Golf-Profi Cameron Smith von der Presse in seiner australischen Heimat am Sonntag gebührend gefeiert worden. Und doch wurde der Jubel des 28-Jährigen kurz gedämpft. Medienberichte über Smith‘ angeblichen Plan, sich der umstrittenen LIV-Turnier-Serie anzuschließen, machten die Runde, eine diesbezügliche Frage wies er brüsk von sich. „Ich habe gerade die British Open gewonnen, und sie fragen mich das? Das ist nicht so toll“, sagte Smith. Gleichzeitig wollte er aber auch nicht dementieren ...
„Mein Team kümmert sich um solche Sachen, ich bin hier, um Golf-Turniere zu gewinnen“, meinte er lapidar. Smith verbesserte sich durch seinen Triumph in der Weltrangliste um vier Positionen auf Platz zwei, US-Ass Scottie Scheffler blieb als 21. der British Open an der Spitze. Der auch in St. Andrews drittplatzierte Nordire Rory McIlroy folgt. Als bester Österreicher rutschte Sepp Straka um sieben Plätze auf Rang 66 ab. Sein Landsmann Bernd Wiesberger - beide verpassten den Cut - büßte vier Positionen ein und ist nur noch 112.
Die neue LIV-Serie lockt die Profis mit weniger und kürzeren Turnieren sowie sehr hohen Preisgeldern. Gleichzeitig steht sie wegen des Millionen-Investments aus Saudi-Arabien in der Kritik. Hintergrund ist, dass das wegen Menschenrechtsverletzungen kritisierte Land mit lukrativen Sportveranstaltungen versucht, sein Ansehen aufzubessern. Die PGA- und World-Tour sanktionierten Teilnehmer der ersten Turniere der neuen Serie mit Ausschlüssen, Turnier-Sperren und Geldstrafen. Betroffen ist auch Wiesberger.
Der auf der LIV-Tour spielende Spanier Sergio Garcia kündigte indes an, sich von der DP World Tour wahrscheinlich verabschieden zu wollen. Er fühle sich da nicht mehr wertgeschätzt. „Ich möchte dort spielen, wo ich mich geliebt fühle. Das ist auf der European Tour nicht der Fall. Ich werde weniger spielen und dafür mehr Zeit daheim verbringen“, meinte der 48. der British Open. „Wenn ich dadurch keine Majors mehr spielen kann, dann ist es so. Leid tut es mir nur um den Ryder Cup. Wie ich derzeit spiele, würde ich aber ohnehin nicht zum Zug kommen.“








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