Neuer Trainer, neues Glück: Altach liebt seinen Coach. Weltmeister Miroslav Klose ist der siebente Übungsleiter aus Deutschland. Von der Provinz in die Provinz: Das Ländle bietet ihm alles ...
Miroslav Klose ist der siebente Trainer aus Deutschland, der beim SCR Altach die sportlichen Agenden führt. Mit Klose ist ein Weltmeister gekommen, der sich - wie er selbst sagt - in der Provinz richtig wohl fühlt: „Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, ich liebe Vorarlberg, ich genieße die Freizeit im Ländle.“
Klose hatte sechs Vorgänger aus Deutschland.Michael Künast (1992/93) Peter Kohl (1993/94), Ewald Schmid (2001/02), Manfred Bender (Herbst 2007), Edi Stöhr (April bis Mai 2008) und Rainer Scharinger (Herbst 2012). Mit seinem Satz „Ich komme aus dem Land des Weltmeisters, ich werde euch das Fußball spielen zeigen“, hatte Scharinger schon bei der Eröffnungspressekonferenz alle Sympathien verspielt.
Neun Jahre später hat ein echter Weltmeister in Altach aufgeschlagen. Der Rekordtorschütze des deutschen Teams hat eine Euphorie in Altach ausgelöst. Und er ist rundherum beliebt. „Der menschliche Zugang, den Klose zu uns Spielern hat, ist einzigartig“, haben schon einige Kicker erzählt. Klose selbst weiß genau was er will: „Es gilt, die Spieler zu entwickeln, das vorhandene Potenzial zu fördern. Ich kann die Burschen nur loben, alle geben ihr Bestes.“ Kloses Wunsch: „Alle Positionen doppelt besetzen, dann entsteht ein echter Konkurrenzkampf im Kader.“ Wo Klose hinwill, war in den Testspielen zu erkennen: mehr Ballbesitz, viel Tempo im Angriffsspiel.Und: „Die Trauerphase nach Gegentoren müssen wir drastisch verkürzen.“
Klose weiß auch, dass man zu Saisonbeginnnoch nicht alle Register wird ziehen können. „Wann es so weit sein wird, weiß ich leider auch nicht“, schließt der Trainer.Kloses Auftritt im Rheindorf hat die unter Magnin entstandene Euphorie noch einmal gesteigert. Und Euphorie war schon immer Teil des Erfolges.
E.F.
Die „Krone“-Prognose für SCR Altach:
Altach hat den tiefsten Punkt, den es seit dem Wiederaufstieg im Sommer 2013 gab, überwunden. Die Kaderplanung im Sommer 2021 ging komplett daneben, mittlerweile hat Sportchef Werner Grabherr, der seit der Wintertransferzeit die Zügel in der Hand hat, ganze Arbeit geleistet. Zuerst hat der 36-Jährige mit Ludovic Magnin und jetzt mit Miroslav Klose Trainer geholt, von denen man zuvor in Altach nur träumen konnte. Mit den Neuverpflichtungen im Winter (teilweise auf Leihbasis) gelang der denkbar knappe Klassenerhalt. Jetzt wurde weiter nachgebessert. Die Neuzugänge aus der laufenden Transferperiode (Lukas Gugganig, Jäger, Forson, Jurcec, Tibidi) werden den Fans im Ländle viel Freude machen. Auch weil mit diesen Spielern endlich wieder eine modernere Spielanlage möglich sein wird.
Fazit: Die Vorarlberger werden zwar sicher in der unteren Tabellenhälfte landen, die Grobheiten des letzten Abstiegskampfes werden aber der Vergangenheit angehören.









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