28.06.2022 17:28 |

Unwetter in Kärnten

Orkanböe zog mit 129 km/h durch Gemeinde Arriach

Während der Dienstag noch mit strahlendem Sonnenschein begann, bildeten sich abends in weiten Teilen Kärntens vermehrt Quellwolken, die sich zum Teil in heftige Gewitterfronten verwandelten. 70 Feuerwehren mussten zu mehr als 150 Einsätzen ausrücken. In Arriach wurde sogar eine Orkanböe gemessen!

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Laut des Kärntner Landesfeuerwehrverbndes sind vor allem die Bezirke Villach-Land und Villach-Stadt, Feldkirchen sowie der östliche Teil des Bezirks Spittal rund um den Millstätter See und Bad Kleinkirchheim betroffen. In Feldkirchen und Villach kam es zu größeren Stromausfällen. Heftige Sturmböen deckten in der Draustadt und im Bezirk Spittal sogar mehrere Dächer ab. In Millstatt flog sogar ein Blechdach über die Straße und knallte vor einen Brunnen.

Orkanböe über Arriach
In Arriach wurde Dienstagabend sogar eine Orkanböe mit 129 Stundenkilometern gemessen. „Hier gilt größte Vorsicht, wir warnen dieses Unwetter dementsprechend auch mit der höchsten Warnstufe! Der Zellkern verlagert sich in der nächsten Stunde weiter in Richtung Nockberge bzw. Gurktaler Alpen, die Gewitterlinie generell in Richtung Unterkärnten und Obersteiermark“, meldet die Unwetterzentrale (UWZ)

Strandbäder gesperrt
Aus Sicherheitsgründen mussten am Wörthersee sämtliche Strandbäder geräumt werden. „Außerdem müssen alle Boote Anlegestellen anlaufen“, heißt es seitens der Wasserrettung. Auch am Faaker See rückte die Wasserrettung zur Sturmwarnfahrt aus.

Blitzschlag fällte Baum
In Tratten schlug ein Blitz in einen Lindenbaum ein, der dadurch auf eine Oberstromleitung fiel. Durch den Druck auf die Stromleitung wurden die Dächer von knapp zehn Gebäuden schwer beschädigt und letztlich riss die Leitung selbst.

Mehrere verlegte Straßen im Gegendtal
Die schweren Unwetter ließen immer wieder Baumstämme auf Straßen und Stromleitungen stürzen. Gegen 18 Uhr rissen in der Klamm sogar zwei Stromkabel von einem KELAG-Transformator und fielen auf die Millstätter Straße.

Stromausfälle, Überschwemmungen, umgestürzte Bäume sowie abgedeckte Dächer sorgten in Kärnten insgesamt für mehr als 150 Feuerwehreinsätze. „Abends standen noch 50 Feuerwehren bei Aufräumarbeiten im Einsatz. Auch für die Nacht sind erneute Niederschläge vorausgesagt, die besonders in Oberkärnten stark sein können“, so Hauptbrandinspektor Hans-Jörg Rossbacher von der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ).

 Kärntner Krone
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