Besucherflaute

Trotz Hitze: Bäder für Wiener zu teuer

Obwohl heuer schon mehrmals die 30-Grad-Marke geknackt wurde, blieben die Freibäder in Wien beinahe leer. Schuld daran sind laut Badchef auch die gestiegenen Eintrittspreise.

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Am Wochenende sind die Temperaturen sommerlich hochgeklettert. Trotzdem war das Laaerbergbad so gut wie leer. In den ersten Tagen nach dem Bäderstart kamen nur 50 Besucher pro Tag, das lag aber auch am relativ kühlen Wetter. Aber auch am Sonntag bei 30 Grad wurden im „Latschi“ nur rund 1300 Gäste gezählt, an Vergleichstagen im Mai waren es sonst aber um die 5000.

6,20 Euro Eintritt
„Wir waren selbst überrascht, wie wenig los war“, sagt Christian Marchart, Chef vom Laaerbergbad. Schuld daran sind die Preise, vermutet er. Galt in den letzten beiden Jahren der ermäßigte 1-2-3-Tarif, wonach Erwachsene für drei Euro ins Bad gehen konnten, sind die Tickets heuer wieder deutlich teurer geworden. 6,20 Euro kostet eine Eintrittskarte für Erwachsene mittlerweile.

Für Bäderchef Martin Kotinsky sind das Problem nicht nur die Preise. Auch die Teuerungswelle und Corona würden eine Rolle spielen. „Im Mai ist es immer schwierig zu vergleichen, weil es viele Schlechtwettertage gibt, aber generell kann man von einem leichten Rückgang sprechen“, sagt der Bäderchef.

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Wir waren selbst überrascht, wie wenig am Sonntag los war. Ich vermute stark, dass es an den Preisen liegt. Unsere Gäste waren zwei Jahre lang die vergünstigten Corona-Preise gewohnt, und jetzt kommen ihnen die Eintrittstickets überteuert vor.

Christian Marchart, Chef des Laaerbergbades

Am Dienstag macht das sommerliche Wetter laut ZAMG kurz Pause. Die Temperaturen in den nächsten Tagen steigen zwar wieder kontinuierlich, es bleibt aber unbeständig. Zu den warmen Temperaturen (bis zu 30 Grad) gesellen sich immer wieder Quellwolken und Regenschauer.

Parkpickerl und gesperrte U-Bahn-Station
Die Situation im Gänsehäufel ist noch einmal spezieller. Zusätzlich zum Parkpickerl ist noch bis Ende August die nahe gelegene U-Bahn-Station Kaisermühlen gesperrt. Der „Bäderbus“, der von der MA 44 beauftragt wurde und ausschließlich Badegäste von Kaisermühlen zum Gänsehäufel transportierte, wird außerdem seit dem Coronajahr 2020 nicht mehr angeboten.

Laut Badchef Ludwig Knorr dürfte das aber keinen Einfluss auf die Auslastung haben. „Am Sonntag haben wir 5000 Badegäste gezählt, das ist nicht ungewöhnlich“, sagt er. Auch das Parkpickerl dürfte die Wiener demnach nicht abschrecken. Und zur geschlossenen U-Bahn-Station sagt er: „Die Menschen fahren halt eine Station weiter und dann wieder eine zurück.“ Die „Krone“ war am Montagnachmittag vor Ort und fand einen halb leeren Parkplatz vor.

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