„Kaputt im Kopf“

24-Jähriger verprügelte Busfahrer: Zwei Jahre Haft

Der Fahrer soll den 24-jährigen Wiener bei der Haltestelle übersehen haben. Da rastete der junge Mann mit den zehn Vorstrafen aus - nun gibt es die elfte. „Ich bin halt bisschen kaputt im Kopf“, flüstert der Angeklagte im Wiener Landesgericht. Er ist sichtlich enttäuscht von sich selbst.

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Familiäre Probleme, fehlgeschlagene Beziehungen, Alkohol und Drogen - eine Abwärtsspirale. So lässt sich das Leben des Angeklagten beschreiben. Aus jugendlichem „Blödsinn“ wurden nach und nach Einbruch, Raub, Drohung und mehr. Der erst 24-Jährige sammelte seit 2013 insgesamt zehn Vorstrafen – jetzt sind es elf: Er verprügelte einen Busfahrer der Wiener Linien, weil dieser ihn an der Haltestelle übersehen haben soll!

Zerrte den Lenker ins Freie
Als der junge Mann den Bus einholte, riss er die Tür zur Plexiglas-Fahrerkabine auf, zerrte den Lenker ins Freie, schlug auf ihn ein und ergriff die Flucht. Auch ein reumütiger Händedruck mit dem Busfahrer, nun vor Gericht, kann das nicht mehr gutmachen.

Nur wenige Monate nach letzter Verurteilung
Trotz einer abgeleisteten Haftstrafe, erfüllten Bewährungsauflagen und Therapiestunden blieb der Angeklagte nicht straffrei. Nur wenige Monate nach seiner letzten Verurteilung attackierte er den Busfahrer: „Der letzte Prozess war dann wieder so ein Punkt, an dem ich mir dachte, es ist eh alles egal.“ Doch er möchte sich bessern, verspricht er Richterin Claudia Bandion-Ortner: „Ich will mir mit meiner Freundin etwas aufbauen, mir Ziele setzen.“ Aber erst mal muss er weitere 2 Jahre in der Haft verbringen.

Sophie Pratschner
Sophie Pratschner
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