12.05.2022 13:16 |

Lauf-Experte Lilge:

Corona-Krise: „Bei vielen Kindern große Schäden“

Wilhelm Lilge ist im Bereich Laufen und Triathlon die Trainer-Koryphäe in Österreich und ein kritischer Geist. Die jüngst vorgestellten Initiativen für den Schulsport sind für ihn nur ein Tropfen auf den heißen Stein: „Das kommt alles viel zu spät. Der Sport hat schon viel zu viele Menschen verloren. Außerdem ist es heuchlerisch, wenn ich zwei Jahre alles zerstöre und jetzt versuche, vor allem medial wirksame Reparaturmaßnahmen zu setzen. “

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Bezüglich Kindern spricht er provokant von einer „staatlich verordneten Körperverletzung“: „Die ersten Jahre sind die wichtigsten. Vierjährige kennen in ihrer Erinnerung das Leben fast nur mit Masken. Sie durften keine Freunde treffen, nicht draußen spielen. Da sind irreparable Schäden entstanden.“ Lilge betont weiters: „Wir hatten schon von der Pandemie bei jungen Menschen ernsthafte Probleme mit Übergewicht und orthopädischen Fehlstellungen. Die Maßnahmen gegen die Pandemie waren dann ein Brandbeschleuniger, jetzt ist alles noch viel schlimmer.“

Sport als Sündenbock
Der Läufer und Triathlet ist sich sicher: „Mit mehr Bewegung und gesünderer Ernährung hätte die ganze Gesellschaft weniger Probleme mit dem Coronavirus gehabt. Stattdessen wurde der Sport als Sündenbock dargestellt, wurden Freizeitaktivitäten an der frischen Luft bestraft und Sportler gar als Gefährder von Menschenleben bezeichnet.“

Sein Fazit: „Dieses Land braucht eine langfristige Bewegungsinitiative, die diesen Begriff auch rechtfertigt.“

Matthias Mödl
Matthias Mödl
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