Umdenken gefordert

Wien will Plastikboxen in der Gastro verringern

Seit Corona boomt Essen zum Mitnehmen. Dadurch fällt aber viel Verpackungsmüll an. Die Stadt Wien startet eine Kampagne.

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Wer kennt es nicht: Man bestellt etwas zu essen und was danach übrig bleibt, sind ein Haufen Plastikboxen, Becher & Co.

35.000 Kubikmeter Plastikmüll entstehen pro Jahr in Wien allein durch die Verpackungen von Essenslieferungen und Take-away. Ein Fußballfeld würde diese Menge fast fünf Meter hoch bedecken.

Mit einer Art Aufklärungskampagne will die Stadt nun ein Umdenken herbeiführen. Mit Aufklebern können Lokale ihre Gäste informieren, dass Mehrweggeschirr für Take-away verwendet wird.

Zwei Varianten
Es gibt zwei Varianten: Bei „Nimm’s mit in deinem Mehrweggeschirr“ können Gäste ihr eigenes Mehrweggeschirr mitbringen und befüllen lassen. Bei „Mahlzeit mit unserem Mehrweggeschirr“ stellt das Lokal Mehrweggeschirr zur Verfügung, das nach dem Verzehr zurückgegeben wird. Laut Gastro-Sprecher Peter Dobcak würden die Wirte die zweite Variante bevorzugen. 

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Gastronomen haben Bedenken bei mitgebrachten Plastikboxen, denn wenn sie nicht für die adäquate Reinigung dieses Geschirrs verantwortlich sind und es dann zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, stellt sich die Schuldfrage.

Peter Dobcak, Gastro-Sprecher

Auch in der „Hausmair’s Gaststätte“ in der Lerchenfelder Straße boomt die Mitnahme. „Ein Schnitzel am Teller ist immer noch der wahre Genuss“, sagt Herbert Hausmair. Bei vielen Kunden steht der Teller zu Hause. Er habe noch nie so viel Essen verpackt wie jetzt, sagt der Wirt. Dabei kommt schon seit zehn Jahren Mehrweggeschirr zum Einsatz. „Das geht aber ins Geld, ich musste deshalb die Preise anheben“, erzählt Hausmair.

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Dienstag, 17. Mai 2022
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