Betriebe verzweifelt

Lieferengpässe: „Oft fehlt nur ein Mini-Teil“

Lieferengpässe haben vielseitige und meist sehr kleine Ursachen. In der Wiener Bäckerei Ströck etwa mangelt es etwa an einer überraschenden „Zutat“.

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Hunderte Schiffe stehen im Hafen von Schanghai still, können aufgrund des Corona-Lockdowns nicht beladen werden. Auch der Ukraine-Krieg beeinflusst die Transportketten. Betroffen sind unzählige Teile, die für die Herstellung von Waren benötigt werden.

Von Chips bis Verschlusskappen
„Oft sind es Kleinteile wie Verschlusskappen, Chips, Kabelbäume oder andere technische Bauteile, die nicht lieferbar sind“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der WKÖ. „Es fehlt demnach nicht das gesamte Produkt, sondern meist ist es ein Puzzlestück, dass die Fertigstellung verhindert.“

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Die Betriebe sind durch die Verknappung extrem belastet. Nicht selten sind die Kosten für Bauteile um mehr als 50% gestiegen.

Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der WKÖ

Verknappung sorgt für Teuerung
Was nicht nur zu Lieferverzögerungen und damit verbunden langen Wartezeiten bei den Kunden führt, sondern auch zu weiteren Preissteigerungen. „Die Betriebe sind durch die Verknappung extrem belastet. Nicht selten sind die Kosten für Bauteile um mehr als 50 Prozent gestiegen.“ Besonders betroffen sind Bau- und Dämmstoffe. Auch die Autoindustrie schnauft. Die Auslieferung stockt, nicht selten kann ein Wagen nicht in der bestellten Ausführung geliefert werden.

Nicht minder herausfordernd ist die Situation bei Papier, Karton und Verpackungsmaterial. Der Wiener Großbäcker Gerhard Ströck liefert ein Beispiel: „Die Brotversorgung ist gesichert, vielmehr stockt es bei der Lieferung von Kleinigkeiten. In unserem Fall etwa an Kaffeebechern.“

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