03.04.2022 10:59 |

Zahlreiche Unfälle

Bis zu 39 Zentimeter Neuschnee in Österreich

Der April macht, was er will, heißt es - und an diesem Wochenende ließ er den Winter nach Österreich zurückkehren. Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) fiel bis in die ganz tiefen Lagen Schnee. Die widrigen Witterungsverhältisse führten im ganzen Land zu zahlreichen zu Verkehrsunfällen. Schneefahrbahnen verursachten Probleme, Feuerwehren wurden zu Fahrzeugbergungen alarmiert.

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Bei der Messstation Hohe Warte in Wien (198 Meter Seehöhe) wurden fünf Zentimeter Neuschnee gemessen. Am meisten Neuschnee in den vergangenen 24 Stunden gab es mit 39 Zentimeter beim Sonnblick-Observatorium (3106 Meter Seehöhe, Salzburg). Bei beim Alpinzentrum Rudolfshütte (2317 Meter Seehöhe, Salzburg), waren es in den vergangenen 24 Stunden 20 Zentimeter Neuschnee, am Feuerkogel (1618 Meter Seehöhe, Oberösterreich) 15 Zentimeter. Auf der Villacher Alpe (2117 Meter Seehöhe, Kärnten) waren es zwölf Zentimeter. Bei der ZAMG-Wetterstation bei der Bergstation der Rax-Seilbahn (1547 Meter Seehöhe, Niederösterreich) wurden fünf Zentimeter Neuschnee gemessen.

Auch tiefere Lagen zeigten sich weiß: Laut den vorliegenden ZAMG-Daten fielen etwa in Kremsmünster (382 Meter Seehöhe, Oberösterreich) sieben Zentimeter, in Allentsteig (599 Meter Seehöhe, Niederösterreich) acht Zentimeter, in St. Pölten (274 Meter Seehöhe, Niederösterreich) zwei Zentimeter und in St. Johann im Pongau (634 Meter Seehöhe, Salzburg) sechs Zentimeter. In Preitenegg (1034 Meter Seehöhe, Kärnten) wurden fünf Zentimeter gemessen, in Reutte (850 Meter Seehöhe, Tirol) vier Zentimeter. In Wiener Neustadt (275 Meter, Niederösterreich) war es immerhin ein Zentimeter Neuschnee.

Zahlreiche Unfälle waren die Folge ...

  • In Niederösterreich, in der Semmering-, Wechsel- und Rax-Region, ereigneten sich einige Unfälle, sagte der FF-Kommandant des Bezirks Neunkirchen, Josef Huber, am Sonntag. Großteils dürfte es bei Blechschäden geblieben sein. Teilweise galten laut Polizei Schneekettenpflicht für Lkw und Fahrverbote für Sattelkraftfahrzeuge. Die erforderlichen Räum- und Streueinsätze waren überall im Gange, teilte das Amt der Landesregierung mit. Die Lawinengefahr in den Ybbstaler Alpen, im Gippel-Göllergebiet und in der Rax-Schneebergregion wurde oberhalb der Waldgrenze als mäßig (Stufe 2 von 5) bewertet, ansonsten herrschte geringes Risiko.
  • In Tirol haben sich am späten Samstagabend bei winterlichen Verhältnissen zwei Verkehrsunfälle ereignet, die laut Polizei jeweils einen Verletzten forderten. In Kirchberg (Bezirk Kitzbühel) stürzte ein stark alkoholisierter Österreicher mit dem Pkw über eine Böschung und blieb in einem Baum hängen. In Scharnitz (Bez. Innsbruck-Land) kam ein 32 Jahre alter Deutscher von der Fahrbahn ab und überschlug sich.
  • Salzburg: Eine 20-jährige Lenkerin aus Kärnten hat in der Nacht auf Sonntag auf der B99 in Tweng (Lungau) aufgrund der Schneeverhältnisse die Kontrolle über ihr Auto verloren und ist rund 30 Meter über eine steile Böschung gestürzt. Die Frau wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus Tamsweg eingeliefert.

Kaltlufteinbrüche typisch
Laut Thomas Wostal von der ZAMG sind Kaltlufteinbrüche typisch für April. In den vergangenen Jahren gab es in jedem April zumindest in einigen Regionen Österreichs selbst unter 800 Meter Seehöhe noch Neuschnee. In den ganz tiefen Lagen Österreichs, wie in Wien, sei Schnee im April jedoch relativ selten und kommt nur alle paar Jahre vor.

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