Endlich Trendwende?

Prognose: Langersehnte Saison-Effekte vor der Tür

Österreich
23.03.2022 14:53

Mit den ersten Frühlingstagen wird auch die Corona-Prognose freundlicher: Die Zahl der Neuinfektionen dürfte in den kommenden Tagen leicht sinken, so das Experten-Konsortium des Gesundheitsministeriums am Mittwoch. In einer Woche wird ein - freilich noch immer hoher - Mittelwert der Sieben-Tage-Inzidenz von 2700 Fällen erwartet, aktuell sind es rund 3400. Gründe für den im Raum stehenden ersten Rückgang seit vielen Wochen seien „Sättigungseffekte“ und die lange erwartete Saisonalität.

Für den letzten Tag der Fallzahlprognose wird ein Bereich von 2100 bis 3500 Fällen je 100.000 Einwohner erwartet. Die geringste Inzidenz wird in Tirol mit 1500 bis 2500 und die höchste im Burgenland mit 2700 bis 4400 Fällen je 100.000 Einwohner angenommen.

Sättigung und saisonale Effekte
Die Experten sehen in ihrem Wochen-Update nun „mehrheitlich dämpfende Faktoren“. Die enorm hohen Zahlen der vergangenen Wochen hätten zu einer zunehmenden Immunisierung der Bevölkerung geführt, „wodurch sich die Anzahl der Personen, die sich momentan anstecken können, deutlich reduziert hat“. Zusätzlich zu diesen „Sättigungseffekten“ sei zuletzt eine stärkere Abflachung der Neuinfektionen als erwartet beobachtet worden. Für diese Entwicklung könnten saisonale Effekte wie warmes Wetter und eine Verlagerung von Aktivitäten nach draußen infrage kommen.

Silberstreif am Horizont - mit 30.000 Neuinfektionen pro Tag
„Das Niveau des Infektionsgeschehens bleibt aber weiterhin hoch“, besonders in den älteren Bevölkerungsgruppen, warnen die Modellrechner. Treibender Faktor sei die zunehmende Dominanz des BA.2-Omikron-Subtyps. Es werde im Prognosezeitraum voraussichtlich zu einem Rückgang von dem sehr hohen Niveau der vergangenen Tage auf das ebenfalls hohe Niveau von Februar und Anfang März kommen. Das seien noch immer rund 30.000 Neuinfektionen pro Tag, betonte die Gesundheit Österreich GmbH.

„Nachzieheffekte“ lassen Spitäler noch länger ächzen
Großer Wermutstropfen: Aufgrund der Altersstruktur und der hohen Inzidenz der vergangenen Wochen geht die Prognose in einigen Bundesländern zunächst noch von weiteren Anstiegen bei der Spitalsauslastung aus - wenn auch nicht an den Intensivstationen. Die Kapazitätsgrenzen sind „vor dem Hintergrund zunehmender Personalausfälle aufgrund von Erkrankung bzw. Isolation zu interpretieren“. Die Auslastung auf den Normalstationen werde durch „Nachzieheffekte“ der vergangenen Wochen noch einige Tage weiter ansteigen, bis eine Entlastung spürbar wird. Die Intensivstationen bleiben im Prognosezeitraum einigermaßen stabil.

Mögliche neue Maßnahmen noch nicht eingerechnet
Effekte von noch für diesen Mittwoch angekündigten neuen Maßnahmen sind in den Prognosen nicht berücksichtigt, wurde betont. Diese seien für den aktuellen Prognosezeitraum auch noch „nicht maßgeblich“.

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