Drei jugendliche Täter

Rätsel um Explosion in Zollhaus an Grenze gelöst

Burgenland
03.03.2022 05:57
Porträt von Karl Grammer
Porträt von Christian Schulter
Von Karl Grammer und Christian Schulter
Ein hochexplosiver Fall beschäftigte seit Wochen die Polizei im Bezirk Neusiedl am See. Nach den Neujahrsfeiern war in einem früheren Zollhaus an der Grenze zu Ungarn eine Sprengladung in die Luft gejagt worden. Kein Dachziegel blieb auf dem anderen. Eine heiße Spur führte zu drei jugendlichen Pyrotechnik-Freaks.

Der mysteriöse Fall barg viel Zündstoff. Sonntag, 2. Jänner, gegen 16.30 Uhr hatte eine heftige Explosion das ehemalige Zollhäuschen an der Grenze bei Wallern erschüttert. Vermutet wurde, dass es sich bei der Sprengladung um eine Art Kugelbombe gehandelt haben könnte, die erst kurz zuvor zu einem tödlichen Unglück im Bezirk Baden (NÖ) geführt hatte.

Kugelbombe wie in Baden
In der Silvesternacht war ein 23-Jähriger ums Leben gekommen, ein Opfer (21) erlitt schwere Verletzungen. Offenbar war bei einem illegal in Tschechien gekauften Feuerwerkskörper eine Fehlzündung mit Zeitverzögerung die Ursache für das Drama.

Im Seewinkel liefen die Ermittlungen nach der Explosion nahe der Grenze auf Hochtouren. Die Sprengladung hatte die Holzdecke der früheren Zollstation zersplittern lassen, die Dachziegel sind durch die Luft geflogen. Spaziergänger hatten den „lauten Knall“ von Weitem gehört.

Jugendliche überführt
Die Hinweise eines Zeugen führten die Polizei dann auf eine heiße Spur. Überführt wurden ein 16-Jähriger und zwei Freunde, beide 15. Die Jugendlichen aus dem Bezirk Neusiedl am See hatten pyrotechnisches Material für ihr verspätetes „Silvesterfeuerwerk“ verwendet. Anzeige!

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