Corona-Bilanz

Impfpflicht macht Stimmung aggressiver

Zwei Jahre Corona-Pandemie in Oberösterreich brachten für das Rote Kreuz und die Polizei enorme Herausforderungen. Sie mussten rasch neue Dienste entwickeln oder durchführen – vom infektionssicheren Patiententransport bis zur Demobegleitung. Die Überprüfung der Impfpflicht wird die nächste Herausforderung.
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„Wir haben völlig neue systemrelevante Dienste und Leistungen binnen kurzer Zeit auf die Beine stellen müssen“, blickt Rotkreuz-Landesgeschäftsleiter-Stv. Thomas Märzinger an den Beginn der Pandemie Anfang März 2020 zurück. Rasch mussten etwa „Rettungsautos umgerüstet werden, um hochinfektiöse Patienten zu transportieren“. Hotlines, Test- und Impfstraßen wurden eingerichtet. Insgesamt waren bislang mehr als 24.000 Mitarbeiter im Einsatz.

Tausende Einsatzstunden
Die Polizei war vor allem in ihrer Kontrollfunktion gefordert. Allein im Vorjahr wurden 300.000 2-G- und 3-G-Kontrollen durchgeführt und 1,6 Millionen Menschen an den Grenzen kontrolliert. Auf Trab gehalten wurde die Polizei im Jahr 2021 von 600 Versammlungen. Dafür leisteten 7000 Polizisten rund 200.000 Einsatzstunden. Bei Demos wurden 2000 Anzeigen wegen Übertretungen erstattet.

Kontrollen noch nicht im Detail geklärt
Eine Entspannung sieht Landespolizeidirektor Andreas Pilsl noch nicht. Die Impfpflicht habe den Diskurs „leidenschaftlicher, emotioneller und mitunter auch aggressiver“ werden lassen. „Diese Stimmung manifestiert sich auch auf den Straßen.“

Die Impfpflicht ist ja seit 5. Februar Kraft, wovon man allerdings nichts spürt. Eine Expertenkommission diskutiert weiterhin Details, darunter die Abwicklung der Kontrollen, laut Pilsl „kein großer Mehraufwand: Wie genau wir die Impfpflicht kontrollieren, steht noch nicht im Detail fest. Hier warten wir noch auf die Vorgaben aus Wien“. Das Impfzertifikat könnte etwa bei der Identitätsüberprüfung im Rahmen einer Verkehrskontrolle verlangt werden.

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